30.11.2016, 09:33 Uhr

Naturparke fordern Finanzierungssicherheit vom Land

BEZIRK (red). Unter dem großen Paket Verwaltungsreform soll auch der Tiroler Naturschutz- fonds eingegliedert werden. Im Zuge der Eingliederung des Tiroler Naturschutz- fonds in das Landesbudget sollen zukünftig 60% der Fondsmittel – entgegen der bisherigen Zweckwidmung - für den Klimaschutz, im Speziellen den öffentlichen Personennaheverkehr verwendet werden und würden nicht mehr für Naturschutz- anliegen zur Verfügung stehen.

Bewusstseinsbildung

Die fünf Tiroler Naturparke (Karwendel, Kaunergrat, Ötztal, Tiroler Lech, Zillertaler Alpen) sind zu tragenden Säulen des Tiroler Naturschutzes geworden und zählen national wie international zu Vorzeigemodellen der Schutzgebietsbetreuung und -entwicklung. Ein Grundstein dafür war das Tiroler Schutzgebietsbetreuungskonzept (2004) und die finanzielle Unterstüt- zung durch Landesregierung der letzten Jahre. Dank der dadurch geschaffenen Rahmenbedingungen konnte bei Einheimischen und Besuchern das Bewusstsein für die Bedeutung der Tiroler Schutzgebiete deutlich gesteigert werden.

Aufgabe Aller?

Die zuständige Naturschutz-LR Ingrid Felipe hat im Zuge der Diskussion zum Naturschutz- fonds die Botschaft ausgegeben, dass Naturschutz ein Anliegen aller sein soll. Dieser integra- tive Ansatz wird von den Tiroler Naturparken unterstützt und in den Regionen täglich ge- lebt. Durch ihre thematische Vielfalt sind insbesondere die Naturparke schon längst in die gesellschaftliche Mitte ihrer Regionen vorgedrungen. Daher ist es aus Sicht der Naturparke nur konsequent, wenn die gesamte Landesregierung Verantwortung übernimmt und auch in anderen Res- sorts wie Tourismus und Bildung verbindlich und langfristig Gelder für Projekte in den Tiroler Na- turparken zur Verfügung stellt. Ohne diese Verbindlichkeit gibt es durch die Reform für die Tiroler Schutzgebiete und den gesamten Naturschutz viel zu verlieren aber Nichts zu gewinnen.

Zentrale Forderungen der Tiroler Naturparke

Die Tiroler Naturparke fordern daher:
die Zweckwidmung mit 60% zu Gunsten des Klimaschutzes aus dem Entwurf zur Novellierung des Naturschutzgesetzes ersatzlos zu streichen und
in weiteren Ressorts, insbesondere Tourismus und Bildung, Gelder für Naturschutzanliegen verbindlich bereit zu stellen, um die positive Entwicklung der Tiroler Schutzgebiete auf breiter Basis zu verankern und abzusichern.
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