03.10.2017, 17:42 Uhr

Schwazer Forderungen gehen nach Wien

Einen Forderungskatalog des Bezirkes Schwaz übergibt LA Hermann Weratschnig an NR Berivan Aslan.

SCHWAZ (dw). Ohne Bundespolitik ist vieles im Land Tirol und in den Gemeinden nicht möglich. LAbg. Hermann Weratschnig und Bezirkssprecherin Viktoria Gruber nutzen die Gelegenheit der grünen Nationalratsspitzenkandidatin Berivan Aslan schweres Gepäck nach Wien mitzugeben. Für Weratschnig braucht es unbedingt Bundesmittel um die Zukunft der Achenseebahn zu retten. „Die Traditionsbahn hat eine lange Geschichte und die Anrainer haben eine Recht auf die notwendige Elektrifizierung. Das ist lediglich mit Tiroler Tourismusgeld und Gemeindebeiträgen nicht möglich“, meint Weratschnig und fordert einen Investitionszuschuss durch den Bund. „Vom Bund im Regen stehen gelassen werden die Gemeinden ebenfalls beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Beim regionalen Bahn- und vor allem Busverkehr braucht es eine Mitfinanzierung des Bundes. Das hat es vor 2003 noch gegeben. Der Bund hat sich still und heimlich von der Verantwortung geschlichen“, ist Weratschnig verärgert. Für ein bundesweites Glyphosatverbot macht sich Viktoria Gruber stark. „Auf was warten wir! Bis Erkrankungen und Schäden uns zu einem Verbot zwingen? Wir haben es jetzt schon in der Hand auf regionale und biologische Landwirtschaft zu setzen und Marktvorteile zu nutzen. Raus aus dem Gift!“, fordert Gruber und verweist auf den Verzicht in Schwaz beim Einsatz auf kommunale Flächen und aktuell bei den Schwazer Bauern. Die vierte Forderung richtet sich an den Bund mit dem Inhalt mehr Betreuungsplätze in Flüchtlingsheimen zu schaffen und zwei regionale Gesundheitszentren in Schwaz und im Zillertal bis 2021 zu errichten. NR Berivan Aslan ist Frauen- und Konsumentenschutzsprecherin und für Menschenrechtsfragen zuständig. Aktuell verweist Aslan auf ihre Anträge im Nationalrat die Arbeitszeit zu verkürzen und hofft auf Unterstützung der Sozialpartner. „Wenn es zukünftig Grüne im Nationalrat geben soll, muss auch grün gewählt werden. Bei einer anstehenden schwarz-blauen Regierung braucht es eine starke Opposition und wie wir aus der Vergangenheit wissen, viel Kontrolle“, sind sich die Grünpolitiker einig.
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