15.03.2017, 13:40 Uhr

Wenn der Biber die Zähne zeigt

SCHLITTERS (fh). Der Biber zählt zu den bedrohten Tierarten Europas, weshalb er und sein Lebensraum nach den Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien streng geschützt sind. Knapp 200 Jahre nach seiner Ausrottung kehrt der fleißige Landschaftsgestalter wieder heim und erobert sich langsam seine früheren Lebensräume in Tirol zurück. Da Biber mit ihrer lebensraumgestaltenden Fähigkeit renaturierend auf Fauna und Flora gewässernaher Habitate wirken, ist ihre Tätigkeit in degradierten Gebieten wie ehemaligen Auen und stark wasserbaulich veränderten Flüssen und Bächen aus der Sicht des Naturschutzes sehr willkommen. Biber schaffen neue Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und Erlebniswelten für den Menschen.

Konfliktpotenzial

Doch vieles hat sich in den letzen zwei Jahrhunderten verändert. Naturnahe Gewässer sind im dicht besiedelten Inntal selten geworden und unser Wissen über und unser Verständnis für diesen Nager sind verloren gegangen. Auch im Zillertal ist im Bereich des sogenannten Gießenbaches zwischen Fügen und Schlitters wieder eine verstärkte Präsenz von Bibern zu beobachten (siehe Bilder). Durch die Rückkehr der Biber entstehen Konflikte zwischen den Lebensraumansprüchen des Tieres und den Nutzungsanspüchen des Menschen. Um die daraus entstehenden Konflikte zu lösen und den Bibern eine Chance auf eine erfolgreiche Rückkehr zu geben wurde von der Landesregierung Tirol, Abteilung Umweltschutz eine Betreuung für Biberfragen eingerichtet. Bei Fragen: Mag. Eder Monika, Tel.: 0699 171 610 77
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