06.10.2014, 14:22 Uhr

Handball Tirol ringt Ferlach nieder

Armin Hochleitner (Foto: Foto: HT/Ferrari)
Der Bundesliga-Schlager am fünften Spieltag brachte ein Happy End für medalp Handball Tirol. Erst in den letzten Sekunden sicherten sich die Gastgeber einen 27:26-Triumph über HLA-Absteiger Ferlach und schoben sich damit auf Rang drei.
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Diese Mannschaft macht einfach Spaß. Das junge Bundesliga-Team von medalp Handball Tirol bleibt auch in Saison eins nach der Vizemeisterschaft in der Erfolgsspur, am fünften Spieltag des Bundesliga-Grunddurchgangs fuhr man bereits den dritten Sieg ein und setzte sich somit hinter den noch makellosen Clubs Hollabrunn und Bruck auf Tabellenplatz drei. Der knappe 27:26-Heimerfolg am Sonntagnachmittag gelang gegen niemand Geringeren als den aktuellen HLA-Absteiger und Aufstiegsfavoriten SC Ferlach, den die Tiroler, die erneut ohne ihren verletzten Kapitän Christoph Walter antraten, in 60 packenden Minuten niederrangen.

Dass es der Tag von Handball Tirol werden könnte, zeichnete sich schon früh in der Begegnung ab. Mit einer robusten, kompakten Deckung kaufte man den sichtlich beeindruckten Kärntnern den Schneid ab. Dahinter agierte zudem ein gut aufgelegter Torhüter Martin Kalischnig, Ferlach tat sich schwer, den Innsbrucker Abwehrriegel zu knacken. Allerdings brauchten auch die Gastgeber einige Zeit, um im Angriff Fahrt aufzunehmen, nach 12 Minuten stand es erst 3.3. Dann sorgten mit dem wieder genesenen Patrik Juric und Dario Lochner zwei Spieler, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken sollten, für die 5:3-Führung. Juric dirigierte die Tiroler Angriffe geschickt, seine Nebenleute kamen immer besser in Schwung. Daniel Sprenger erzielte in Minute 21 das 10:6, in die Kabine nahm man schließlich ein 14:11 mit.

Doch diese erste Hälfte hatte Kraft gekostet, medalp Handball Tirol konnte das Tempo nach dem Wechsel nicht mehr wie gewünscht gehen. Ferlach kam mehrmals über die erste Welle zu schnellen Toren, der Vorsprung schmolz. 39 Minuten waren gespielt, da kamen die Gäste zum Ausgleich (18:18). Was zuvor noch so leicht gegangen war, musste nun hart erarbeitet werden. Aber die Tiroler ließen sich auch durch einen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, von 20:21 stellten sie auf 23:21. Die Ferlacher drehten die Partie jedoch erneut, die Sieben von Harald Winkler ging mit einem 24:26-Rückstand in die letzten fünf Minuten. Doch der Aufstiegsaspirant blieb im Finish ohne Treffer, Clemens Wilfling und Patrik Juric sorgten für das 26:26. Pius Steiger machte dann sogar das 27:26, Ferlach hatte noch eine halbe Minute Zeit. Im letzten Angriff war Thomas Heiss aber nicht mehr zu überwinden, sein Reflex sicherte medalp Handball Tirol den durchaus überraschenden Sieg.

Stimmen:
Harald Winkler (Trainer medalp Handball Tirol): „Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, da hat eigentlich fast alles gepasst. Die Deckung ist perfekt gestanden, die Torhüterleistung war sehr gut und im Angriff haben wir gute Varianten gezeigt. In der zweiten Hälfte haben wir aber dem hohen Tempo Tribut zollen müssen und in der Offensive außerdem oft zu hastig abgeschlossen. Erst gegen Ende, als die Müdigkeit schon spürbar war, sind wir wieder ruhiger aufgetreten und konnten das Match so noch entscheiden. Ein Remis wäre vielleicht das verdiente Ergebnis gewesen, aber diesen Sieg nehmen wir natürlich sehr gerne mit.“

Leopold Wagner (Spieler SC kelag Ferlach): „Es war ein sehr knappes Spiel mit einem glücklicheren Ende für Handball Tirol. Wir hatten anfangs unsere Probleme, haben uns aber mit Fortdauer der Partie klar gesteigert. Die Führung am Ende hätten wir nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Dann vergeben wir auch noch die Riesenchance zum Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss – aber so ist der Sport, das nächste Mal ist das Glück hoffentlich wieder auf unserer Seite.“

Infos:
medalp Handball Tirol vs. SC kelag Ferlach
Ergebnis: 27:26 (14:11)
Zuschauer: 300, Landessportcenter Innsbruck
Tore HT: Juric (8), Lochner (7), Sprenger (6), Hochleitner (2), Steiger (2), Igbinoba (1), Wilfling (1)
Beste Torschützen Ferlach: Wagner (9), Mujanovic (6)
Men of the Match: Patrik Juric (HT) bzw. Leopold Wagner (Ferlach)
Schiedsrichter: Hiebl/Kocic
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