28.11.2016, 17:53 Uhr

Die AK Schwaz als hochfrequentierten Anlaufstelle für Arbeitnehmer

Pro Jahr werden 16.500 Beratungen durchgeführt

SCHWAZ. „Der Druck auf die Beschäftigten wird immer größer, immer weniger Menschen sollen immer mehr leisten. Und dabei geht es im Arbeitsleben nicht immer fair zu. Das belegen die Beratungszahlen der AK Schwaz ganz deutlich“, macht AK Präsident Erwin Zangerl gemeinsam mit dem Leiter der AK Schwarz, Mag. Andreas Herzog, und der bezirksverantwortlichen Vizepräsidentin Verena Steinlechner Graziadei beim Besuch in Schwaz klar. Im Vorjahr wurden in der AK Schwaz insgesamt 16.500 Beratungen durchgeführt, der Schwerpunkt dabei lag auf arbeitsrechtlichen Problemen, gefolgt von Konsumentenschutz, Pensions- und Steuerberatung. AK Präsident Zangerl prangerte die schlechte Meldemoral bei den ausländischen Arbeitnehmern an und damit die Gefahr von Lohndumping und Lohnsklaverei: „Das schadet dem System und dem Einzelnen! Gemeinde, Bund, BH und Land müssen endlich lückenlos kontrollieren.“ Auch die Forderung nach einer Aufgabenreform im Land ist Zangerl ein großes Anliegen: „Die AK will wissen, wer arbeitet im Land für wen und welchen gesellschaftlichen Nutzen haben die Förderungen?“ Die AK spricht sich für eine Förderung jener Tourismusbetriebe aus, die ganzjährig beschäftigen und ordentlich entlohnen und hinterfragt, auf welcher rechtlichen Grundlage die häufig praktizierten Wiedereinstellungszusagen beruhen. Hier kritisiert der AK Präsident, dass sich Betriebe ihr Personal in der Zwischensaison sichern, das AMS vermittelt diese Personen aber nicht. „Die Wirtschaft ist kein Selbstzweck die Gesellschaft funktioniert nur, wenn alle ihren Beitrag leisten“ stellt Zangerl klar. „Das heißt, mehr Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt reiner Wertschöpfung.“ Der Präsident sprach sich auch ganz klar gegen einen generellen 12-Stunden- Arbeitstag aus. „Hier geht es in letzter Konsequenz um nichts anderes, als sich die Überstundenzuschläge zu sparen. Außerdem gäbe es bei dieser Art von Arbeit auf Abruf keine Planungssicherheit mehr, kein Privat- und Familienleben, man denke nur an Kindergärten, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel, das soziale Engagement in Vereinen würde leiden. Und Zangerl erinnert daran, dass die AK vor 70 Jahren wiedererrichtet wurde. Anlass für den AK Präsidenten auf die Wichtigkeit und Unersetzlichkeit der gesetzlichen Interessensvertretung hinzuweisen: „Wer die AK schwächen will, will in Wirklichkeit die Arbeitnehmer schwächen.
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