22.09.2014, 14:03 Uhr

Schigebiet Gerlosstein sterbendes Relikt oder wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Gemeinde!?

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Angesichts der Diskussionen rund um die Kalkkögel, wo ein Ruhegebiet geopfert werden soll, ist es uns ein Anliegen über die brisante Lage unseres
alteingesessenen Familienskigebietes das kurz vor der Schließung steht zu informieren!


Für alle Interessierten ein kurzer Überblick zur Entstehung und der derzeitigen aktuellen Lage des Schigebietes Gerlosstein:

Zuerst ein kurzer Rückblick:
Alles begann für das Schigebiet am Hainzenberg in den zwanziger Jahren, als 1926 Max Binder die erste Hütte am Gerlosstein errichtete, und somit ein tolles Ausflugsziel bekannt machte. Bereits seit dieser Zeit kommen Einheimische, Touristen und Freunde, Sommer wie Winter zur Erholung.
Seit dieser Zeit ist das Schifahren populär im Zillertal.
1952 übernahm Wilfried Binder den Betrieb und baute die Gerlossteinhütte stetig aus und um. 1960 war es dann soweit, die Gerlossteinbahn geht in Betrieb. Weitere Anlagen wie der Ramsberglift folgten. Der Grundstein für die heutige Zillertal Arena war gelegt.

Das Schigebiet Gerlosstein war eins der ersten Schigebiete im Bezirk Schwaz.

1975 wurde der Gerlossteinweg mit den Eigentümern der Wälder und Wiesen gebaut und somit die Weichen für die heutige Rodelbahn gestellt.

Während dieser Zeit waren stets auch „Schülergruppen“ zu Gast im Dorf, sowie im Berggasthof. Die treuesten Gruppen sind mittlerweile seit 45 Jahren in Hainzenberg. Diese Gäste der Zukunft kommen heute mit ihren eigenen Familien zurück, um ihren Kindern das Schifahren beizubringen, hier am Gerlosstein.
Die Nordlage des Schigebietes mit fast ausschließlich Naturschneepisten wurde schon immer von Einheimischen und Stammgästen sehr geschätzt.

Nicht zu vergessen die gemütlichen Einkehrmöglichkeiten am Berg, ohne Massentourismus.


Nun zum aktuellen Stand der Dinge:

Mehrere Gastronomie Betriebe direkt an den Pisten, sowie Rodelverleiher, die Hotelbetriebe und auch viele Privatvermieter in Hainzenberg und Umgebung sind auf die Öffnung des Schigebietes angewiesen. Es sind die nahen Arbeitsplätze unserer Familien in diesen Betrieben, inklusive der Schischulen und der Gerlossteinbahn, gefährdet. Denn der Plan der Zeller Bergbahn, den Schibetrieb am Gerlosstein über die nächsten Jahre komplett einzustellen, scheint aus heutiger Sicht unreal und viele denken: „Das können die doch nicht machen!“.

Nun die Geschäftsführung der Zeller Bergbahn sieht das anders, und will 2016/2017 mit dem Abriß des Ramsberglift beginnen, alle anderen Liftanlagen werden folgen. Der Grund für den Abriß des Ramsberglift und der übrigen Anlagen liegt in den veralteten Systemen dieser Lifte, die demnächst nicht mehr zugelassen sind. Leider gibt es bisher kein Nachfolgeprojekt.
Übrig bleiben sollen nur die Seilbahn und die Rodelbahn.

Mit viel Herzblut, Engagement, harter Arbeit und stetigem Einsatz haben viele Familien, in Hainzenberg und den umliegenden Gemeinden, Stammgäste gewonnen und gebunden. Ihre Bauernhöfe und Privathäuser zu Gästehäusern ausgebaut, und oder Ihre Arbeitsplätze im Tourismus gefunden. Leider wird die einheimische Bevölkerung, sowie Ihre Gäste, die Möglichkeit Ihren Kindern das Schifahren am Gerlosstein beizubringen bald nicht mehr haben.

Investitionen im puncto Ramsberglift will die Zeller Bergbahn nur mit Millionen Unterstützung vom Land Tirol, den Gemeinden Ramsau und Hainzenberg, sowie von den betroffenen TVB´s tätigen.
Der Verkauf des Schigebietes steht für die Zeller Bergbahn laut eigener Aussage nicht zur Debatte. Das würde heißen: Zusperren ja, verkaufen nein!

Wie es nun weitergehen soll weiß heute noch niemand genau. Fest steht, dass wir alle, die wir das Wandergebiet und Schigebiet Gerlosstein mit aufgebaut haben, oder uns als begeisterte Fan´s der Pisten und der Rodelbahn sehen, egal ob als direkt Betroffene oder treue Besucher, werden kämpfen damit es nicht zur Schließung kommt.

Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung egal ob durch Benützung der Anlagen, durch euch selbst oder durch Werbung bei Bekannten, Freunden und Gästen.
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