10.11.2017, 17:05 Uhr

Wohnbauträger Neue Heimat Tirol übergibt neues Sozialzentrum in Mayrhofen

Schlüsselübergabe von links nach rechts: Bgm Robert Pramstrahler, Bgm Andreas Egger, Bgm MMag Monika Wechselberger, LR Mag Johannes Tratter und NHT GF Hannes Gschwentner
Mayrhofen: Sozialzentrum | Die Neue Heimat Tirol (NHT) hat in Mayrhofen ein neues Sozialzentrum mit 80 Pflegebetten, Räumlicheiten für den Sozialsprengel und Tagespflege für die Kaiser Franz Josef Stiftung, sowie eine Zentralgarage für die Marktgemeinde errichtet. Am 10.November 2017 fand die nunmehr Übergabe dieser neuen Einrichtung auf dem Programm. Der Bezug ist mit Jänner 2018 termingemäß geplant. Anschließend soll auch das bestehende Wohn-und Pflegeheim in Zell am Ziller umgebaut und modernisiert werden. Dazu konnte NHT Geschäftsführer Hannes Gschwentner den NHT Projektleiter Ing Dietmar Waldeck mit seinen MitarbeiternInnen, die fast vollzählig erschienenen Bürgermeister und Gemeindevertreter der 17 Gemeinden der Kaiser Franz Josef Stiftung, den Tiroler Landesrat für Wohnbau und Gemeindeangelegenheiten Mag Johannes Tratter, Vertreter und Vertreterinnen der bauausführenden Firmen und des Architekturbüros Scharmer-Wurnig-Schädle (die Sieger des Architektenwettbewerbes), Vertreter des Notariates Zell am Ziller (Dr Hans Singer und Dr Josef Reitter) und den H.H. Pfarrer von Mayrhofen, Mag Jürgen Gradwohl, der in dankenswerter Weise die Segnung des Bauwerkes vornahm, in Mayrhofen begrüßen und herzlich willkommen heißen.

Das neue Sozialzentrum ist ein regionales Vorzeigeprojekt, führte NHT Geschäftsführer Hannes Gschwentner in seinen Begrüßungsworten aus. Er dankte vor allem den 17 Gemeinden der Kaiser Franz Josef Stiftung für das Zustandekommen und die Realisierung dieses Bauvorhabens, vor allem aber dem Altbürgermeister von Mayrhofen, Günther Fankhauser, der Standortbürgermeisterin MMag Monika Wechselberger, dem Obmann der Kaiser Franz Josef Stiftung, Bgm Robert Pramstrahler der Marktgemeinde Zell am Ziller und insbesondere dem Land Tirol für die finanzielle Unterstützung. Dass das Bauvorhaben termingerecht fertiggestellt und die Kosten exakt eingehalten wurden, sei in besonderer Weise hervorzuheben, meinte Gschwentner.
Die NHT sei nicht nur der größte gemeinnützige Wohnbauträger Tirols, sondern errichtet zunehmend auch kommunale Infrastrukturprojekte für die Tiroler Gemeinden. Die Errichtung von Seniorenheimen und betreubaren Wohneinheiten sei dabei ein wachsendes Geschäftsfeld, betonte Gschwentner. Weitere diesbezügliche Projekte stünden derzeit in Natters und in Jochberg vor Ihrer Fertigstellung. In das Projekt in Mayrhofen seien von der NHT insgesamt 22,3 Mio Euro investiert worden.

Das neue Sozialzentrum „Gepflegtes Wohnen“ gehöre zur Kaiser Franz Josef Stiftung, in welcher die 17 Gemeinden des mittleren und hinteren Zillertales vertreten seien. Für das Zillertal bedeute dieses Bauwerk einen Quantensprung. Mit nunmehr 144 Betten in der Region sind wir für die steigende Nachfrage unserer immer älter werdenden Gesellschaft gut gerüstet, betonte der Zeller Stiftungsvorstand Bürgermeister Robert Pramstrahler. Aber auch die derzeit vorhandene, politische Diskussion über die bereits vom Bund durchgeführte Abschaffung des Pflegeregresses mache es den Gemeinden nicht gerade leichter, die in Zukunft mit Sicherheit steigenden Kosten für Pflege und Betreuung aufzubringen. Er freue sich, dass das Mayrhofener Sozialzentrum termingerecht fertiggestellt und vor allem auch die Kosten eingehalten wurden. Aber er freue sich heute insbesondere auch über ein sehr schönes Gebäude, betonte Pramstrahler.

Standortbürgermeisterin MMag Monika Wechselberger ergänzt dazu: „Im neuen Sozialzentrum können sämtliche stationären, teilstationären und ambulanten Dienstleistungen angeboten werden. Das bedeute für die regionale Versorgung eine enorme Aufwertung. Aber auch die neue Zentralgarage mit insgesamt 412 zusätzlichen Stellplätzen sei ein besonderer Mehrwert für die Marktgemeinde Mayrhofen“.

Landesrat Mag Johannes Tratter beglückwünschte die 17 Gemeinden der Kaiser Franz Josef Stiftung und die Marktgemeinde Mayrhofen für ihre mutige Entscheidung und betonte, dass er als Wohnbaulandesrat auch schon des öfteren bei Verhandlungen die Zielstrebigkeit und den Weitblick der Zillertaler Mandatare erfahren habe und es nicht einfach sei, so wie bei der Errichtung dieses großen Sozialzentrums in Mayrhofen, die Meinungen und Wünsche von 17 Gemeinden unter einen Hut zu bringen. Umso mehr freue es ihn, dass dieses Bauvorhaben nunmehr fertiggestellt und in Kürze bezogen werden könne.

Für die Pläne zeichnet das Innsbrucker Architekturbüro Scharmer-Wurnig-Schädle als Sieger des Architekturwettbewerbes verantwortlich.Das kompakte Gebäude wurde im bewährten NHT Passivhausstandard ausgeführt. Im Erdgeschoß sind die Allgemeinräume, wie Küche, Wäscherei, sowie ein Cafe untergebracht. Auch die Räumlichkeiten für den Sozialsprengel sind dort angesiedelt. In den drei Obergeschoßen befinden sich die Wohngruppen mit den 73 Pflegezimmern, sowie die Tagesbetreuung. Jede Wohngruppe verfügt über eine Wohnküche, ein Dienstzimmer, sowie eine Stube. Pflegebad und diverse Sanitärräume werden von den jeweiligen Wohngruppen gemeinsam genutzt. Im Außenbereich steht das „Bauerngartl“ als grüne Oase für die BewohnerInnen zur Verfügung. Die gebürtige Innsbruckerin Carola Dertnig lädt mit ihrer Kunstinstallation Tanz-und Ruherondeau (O) vor dem Sozialzentrum ebenfalls zum sinnlichen Verweilen ein.
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