Gesundheit
Die Impfpflicht erhitzt die Gemüter

Gespaltene Meinung - jetzt kommt die Pflicht: Viele holen sich bereits ihre dritte Impfung, andere verzichten weiterhin völlig.
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  • hochgeladen von Markus Leshem

Impfgegner und -befürworter sprechen mit den Bezirksblättern über ihre Ansichten und mögliche Lösungen.

BEZIRK. Die Ankündigung einer Impfpflicht ab Februar 2022 sorgte für viel Aufregung im ganzen Land. Wir befragen aus gegebenem Anlass Befürworter und Gegner der Impfung zum Thema und welche alternative Lösung sie für ein Ende der Pandemie hätten.

Es fehlt das Vertrauen

Erich G. aus Schwechat will sich nicht impfen lassen, obwohl er, seine Frau und ihre gemeinsamen Kinder schon zweimal an Corona erkrankt sind: "Die aktuellen Impfstoffe wurden in kürzester Zeit entwickelt, haben sehr zahlreiche Nebenwirkungen und haben nur aufgrund mangelnder Alternativen eine Notzulassung erhalten." Erich und seine Familie denken nicht, dass die Impfung sie vor der Krankheit geschützt hätte: "Wir haben selbst genug Bekannte, die doppelt geimpft sind und mittlerweile dennoch positiv getestet wurden. Da es sich hier um eine virale Erkrankung handelt, welche sich stets weiter entwickelt, wird die Medizin mit den Anpassungen der Impfstoffe immer zwei oder mehr Schritte hinterher sein. Die breite Masse wird dadurch auch nicht zu schützen sein. Eine Unterbindung der Weiterverbreitung des Virus wird man nur mit konsequenter PCR-Testung aller Personen und der dadurch ermöglichten Früherkennung erreichen."

Erkrankung als Schutz

Ein weiteres Anliegen ist Erich, dass "es unangebracht ist, genesene Personen seitens der Regierungsverantwortlichen dermaßen zu ignorieren. Es gibt genügend Studien und namhafte Experten, die der Auffassung sind, dass das Durchleben der Infektion und die dadurch entstehende körpereigene Abwehr einen besseren Schutz als die Impfung darstellt. Wir können diese Erkenntnisse durch unsere zweimalige Erkrankung und unsere medizinischen Unterlagen eindeutig bestätigen."

Unzureichende Aufklärung

Anders sieht das Martin K. aus Enzersdorf an der Fischa. Er ist selbst mittlerweile dreifach geimpft und hält die Impfpflicht für eine drastische Maßnahme, die man hätte vermeiden können: "In erster Linie denke ich, dass die Politik nicht richtig kommuniziert hat. Zum Thema Impfstoffe hätte man die Leute - wie zurzeit in Wien - direkt anschreiben können und Aufklärung betreiben müssen. Zum zweiten wurde bei niedrigen Inzidenzen alles verharmlost und so getan, als wäre es schon vorbei. Aber natürlich gibt es auch Leute, die Fehlinformationen streuen und den Nährboden für Misstrauen und Furcht schüren. Und offenbar gibt es dann doch einige Leute, die es sich einfach machen und - statt sich flächendeckend zu informieren - solche Fake News glauben wollen." Und was ist nun die Lösung für das Corona-Problem? "Ich hoffe, dass man mit guter persönlicher Aufklärung den einen oder anderen doch noch zur Impfung bewegen kann. Der Blick auf unsere Spitäler sollte auch einigen einen Ruck geben. Ich hoffe vor allem, wenn wir alle geimpft sind, dass wieder halbwegs Normalität einkehrt und dieser Anflug vom gespaltenen Land wieder verschwindet. Unser Problem ist Corona und nicht die Menschen."

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