Mobilität
ASFINAG führt auf der A4 Stichproben durch

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BEZIRK. Pünktlich zu Beginn der gesetzlich vorgeschriebenen Winterausrüstung für Lkw hat die Polizei gemeinsam mit der ASFINAG auch heuer wieder Lkw-Schwerpunkt-Kontrollen zur richtigen Winterausrüstung durchgeführt.

Erfreuliche Entwicklung
Von den am 6. November kontrollierten 599 Lkw waren knapp 15 Prozent ohne Schneeketten unterwegs. „Das ist eine erfreuliche Verbesserung zum vergangenen Jahr“, betont Oberst Willy Konrath, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsabteilung (LVA) Niederösterreich, „es ist besonders wichtig zu verstehen, dass mangelnde Winterausrüstung kein Kavaliersdelikt ist, sondern gravierende Folgen haben kann.“ Starke Schneefälle können für Lkw ohne Ketten zum Problem werden. Fahrzeuge bleiben hängen, und im schlimmsten Fall passieren Unfälle. Beides hat massive Auswirkung auf den Verkehrsfluss und die -sicherheit. „Für uns sind diese Lkw-Kontrollen durch die Polizei sehr wichtig, denn nur damit können die schwarzen Schafe aus dem Verkehr gezogen werden“, ergänzt Heimo Maier-Farkas, Leiter der Autobahnmeistereien. Die gesetzlich festgelegte Winterausrüstung für Lkw gilt ab 1. November. Oberst Konrath: „Auch wenn die Temperaturen derzeit nicht auf Winter schließen lassen, das Wetter kann jederzeit umschlagen und dann braucht es eine Top-Winter-Ausstattung.“ Auch Dietmar Edel, Autobahnmeister auf der A 4, weiß: „Bleibt ein Lkw hängen nur weil die Schneeketten fehlen, steht der gesamte Verkehr im Stau, auch unsere Räumfahrzeuge.“ Kontrolliert wurde heuer auf den drei niederösterreichischen Verkehrskontrollplätzen Haag auf der A 1 West Autobahn, Bruck/Leitha auf der A 4 Ost Autobahn und auf dem neu errichteten Areal auf der A 5 Nord/Weinviertel Autobahn bei Schrick. Insgesamt rund 20 Einsatzkräfte der LVA NÖ überprüften bei der heuer sehr groß angelegten Lkw-Kontrolle die vorschriftmäßige Winterreifen-Montage und das Mitführen der passenden Schneeketten.

Sicher durch den Winter
Damit die Sicherheit auch im Winter bei Schnee und tiefen Temperaturen hochgehalten werden kann, besteht für Busse und Lkw über 3,5 Tonnen ab 1. November Winterausrüstungs-Pflicht. Das bedeutet, zumindest auf den Antriebsrädern müssen Winterreifen montiert sein und geeignete Schneeketten mitgeführt werden – unabhängig davon ob Schnee auf der Fahrbahn liegt oder nicht. Winterreifen sind mit den Bezeichnungen „M+S", „M.S." oder „M & S" gekennzeichnet. Für Lkw-Reifen für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt eine Mindestprofiltiefe von sechs Millimeter bei Diagonalbauweise und fünf Millimeter bei Radialreifen. Die Missachtung der Winterreifenpflicht wird bei Kontrollen mit hohen Strafen geahndet.In der ASFINAG stehen bei winterlichen Verhältnissen 1.200 Mitarbeiter in insgesamt 43 Autobahnmeistereien rund um die Uhr im Einsatz. Auf exponierten Abschnitten setzt die ASFINAG auf die Unterstützung externer Abschleppunternehmen und auf innovative Wintereinsatzgeräte. Dazu zählen die beiden Fire Storms auf der A 21 Außenring Autobahn und der A 10 Tauern Autobahn. Eingesetzt werden sie dort, wo es aufgrund hängengebliebener Fahrzeuge zum Verkehrsstillstand kommt. Mit dem Fire Storm wird 50 Grad heiße Salzsole mit großem Druck direkt vor die Reifen der Fahrzeuge und zwischen diese gesprüht. Der Schneebelag wird löst sich rasch, und auch Lkws – mit der richtigen Winterausrüstung – können dann wieder von alleine anfahren.

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