Die Invasion der stinkigen Wanzen

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REGION (les). Die biblischen Plagen waren laut Aussagen etlicher Menschen in der Region ein "Lercherlschas" gegen das, was sich seit einigen Wochen im ganzen Land abspielt. Zwar sind es keine Heuschrecken, die über uns hereingebrochen sind, aber die übelriechende Baumwanze kann durchaus auch als Plage gesehen werden.

Bis zu 2.000 Tiere
"Die Käfer kommen seit Wochen in die Wohnung. Das kam auf früher vereinzelt vor, aber so extrem wie jetzt noch nie." Martina Krakhofer aus Schwechat beobachtete die den Beginn der Invasion aus nächster Nähe: "Sie flogen schwarmartig an und landeten innerhalb von Minuten an der Hausmauer und am Balkon. Nach wie vor finde ich Käfer in der Wohnung, an dem Tag, als sie kamen, war es unmöglich sie fernzuhalten." Einen möglichen Grund sieht Frau Krakhofer in der schwindenden Natur: "Seitdem die Brauereigründe verbaut sind, spielt die 'Tierwelt' vor meiner Tür verrückt. Von Frühjahr an siedeln sich am Balkon die Bienen zum Sterben an. Ich habe im Burgenland einen Garten wo alles grün ist, da gibt es diese Vorkommnisse nicht. Ich denke die Käfer gab es schon immer, sie haben nur keinen Platz mehr sich im Unterholz oder in der Erde zu verbuddeln." Biologe Herbert Schramm erklärt dazu: "Nach Einschleppung durch die Holzwirtschaft gelangte die amerikanische Kiefernwanze ungefähr 2005 von Nordamerika nach Österreich. Diese Art etablierte sich nach deren Ausbreitung durch ihr hohes Potential an Anpassungsfähigkeit und dem Fehlen natürlicher Fressfeinde schnell als stabile Population. Zur Überwinterung werden gerne, wie man auch bei heimischen Wanzenarten beobachten kann, geschützte Bereiche wie Gebäude aufgesucht, wo es zu Ansammlungen mit bis zu 2.000 Tieren kommen kann."

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