Ein Vater, der um seine Kinder kämpft

Karl Minow bei der Kundgebung in Schwechat. Von den eisigen Temperaturen lässt er sich nicht abhalten.
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  • Karl Minow bei der Kundgebung in Schwechat. Von den eisigen Temperaturen lässt er sich nicht abhalten.
  • Foto: Karl Minow
  • hochgeladen von Maria Ecker

Im Februar ist vielleicht dem oder dir Einen oder Anderen eine Kundgebung vor der Bezirkshauptmannschaft in Schwechat aufgefallen. Mit Plakatständern und  Transparenten versuchte hier der Verein "Kinderhilfe gegen die Willkür" auf seine Anliegen aufmerksam zu machen. Wir haben Karl Minow, den Gründer und Vorstand des Vereins am 20. März im Cafe Melange in Wien getroffen um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Herr Minow kommt gerade vom Anwalt, denn er führt seit 2013 einen Kampf gegen die Jugendämter.

Tragische Vorgeschichte

Karl Minow ist Witwer. Er hatte, vor den Kindern mit Drogensucht zu kämpfen und verbrachte einige Zeit im Gefängnis. Der Frühpensionist hat drei Herzinfarkte überstanden und musste sich 2013 auf Kur begeben. Während des Kuraufenthaltes hatte er seine damals 8- bzw. 9-jährigen Töchter, die zu dem zeitpunkt bereits Halbwaisen waren, im Landesjugendheim Allentsteig-Brücke abgegeben. Dort war unter anderem wegen Verdachtes auf sexuellen Missbrauch durch einen bei der Familie wohnenden Freund des Vaters die Sache ins Laufen gekommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden eingestellt, aber die Obsorge über die Mädchen wurde vom Bezirksgericht  trotzdem auf die Bezirkshauptmannschaft übertragen. Seither waren die Mädchen in verschiedenen Heimen untergebracht. Gegen diese erhebt Herr Minow schwere Vorwürfe und hat viele davon zur Anzeige gebracht. Die Anschuldigungen reichen von mangelnder Betreuung bis hin zu verantwortungsloser Verabreichung von Medikamenten und Psychpharmaka.

Einer der nie aufgeben wird

Herr Minow erzählt, dass die ältere seiner Töchter, sie ist jetzt 14 , gerade wieder einen Antrag gestellt hat. Sie will zurück zum Vater. Wie der Fall der Familie Minow ausgehen wird lässt sich nicht vorhersehen. Weiterkämpfen will der Vater aber auf jeden Fall. Nicht nur für seine eigenen Kinder. Er fordert mehr Kontolle der Jugendwohlfahrt und in den Heimen. 40 Kundgebungen hat er schon in den letzten Jahren in ganz Österreich abgehalten und er wird damit auch nicht aufhören.

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