Flughafen: Abschiebung wegen Randalen auf Gangway erneut gescheitert

Angeklagter Algerier (44) meldete Berufung gegen das Urteil an.
4Bilder
  • Angeklagter Algerier (44) meldete Berufung gegen das Urteil an.
  • Foto: mr
  • hochgeladen von Tom Klinger

Wieder einmal schaffte es ein Algerier, die Abschiebung in seine Heimat zu verhindern. Nach Verbüßung einer vierjährigen Haftstrafe sollte der 17-fach (!) vorbestrafte Mann per Flugzeug nach Algier abgeschoben werden.
Zunächst nahmen ihm Polizeibeamte bei einer Körpervisite ein am Körper verborgenes Stanleymesser und mehrere Rasierklingen ab.

Randale auf Gangway

Als ihn die Beamten über die Gangway in den Jet bringen wollten, attackierte der Algerier die Polizeibeamten durch Schläge, wodurch ein 50-jähriger Polizist eine Rippenprellung erlitt. Der Angeklagte leugnete einen aktiven Widerstand, fand aber wegen der Aussagen der vernommen drei Beamten beim Richter keinen Glauben.
Der Schuldspruch und die Verurteilung zu zwei Jahren unbedingter Haft schmeckte dem Angeklagten gar nicht: er meldete Berufung an. Ebenso die Anklägerin, diese jedoch wegen zu geringer Strafe.

Kommentar: Abschiebungen mit Linienflügen ist Unfug

Unser erfahrener Gerichtsreporter und ehemaliger Richter dazu: "Der nebenstehende Bericht ist ein klarer Beweis dafür, dass die Abschiebung von Fremden in Linienjets blanker Unsinn ist. Ausreiseunwillige können die Abschiebung leicht durch Attacken gegen begleitende Polizisten oder andere Fluggäste verhindern oder etwa dadurch, dass sie Harn oder Kot unter sich lassen. Sofort ist der Pilot zur Stelle und untersagt die Beförderung. Sinn macht einzig und alleine der Einsatz von Militärtransportern, in die die Betroffenen bei Bedarf mit Gewalt geschafft werden und erforderlichenfalls den Flug gefesselt verbringen. Dieses Problem existiert EU-weit, aber ebenso wie die Union beim Schutz der Außengrenzen desaströs versagt, wird sie auch an der Lösung dieses Problems scheitern. Die finanzielle Konsequenz dieses Versagens ist für Österreich alles andere als unbedeutend: Zwei Jahre Haft kosten der Republik knapp 90.000 Euro, damit könnten über 200.000 Liter Kerosin getankt werden."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen