Frau verzieh Mann die Vergewaltigung

„Nicht aus tiefster Seele“ verkündete Richter Helmut Neumar diesen Freispruch.
  • „Nicht aus tiefster Seele“ verkündete Richter Helmut Neumar diesen Freispruch.
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  • hochgeladen von Markus Neumeyer

LEOPOLDSDORF/KORNEUBURG (mr) „Ja, wir hatten Sex an diesem Abend“ gestand der Angeklagte freimütig zu „von Gewalt kann aber keine Rede sein. Zwar haben wir wegen einer von mir angestrebten Scheidung gestritten, aber die folgende Versöhnung mit einem einvernehmlichen Liebesakt besiegelt.“

Frau war erheblich verletzt
„Warum wurde dann Ihre Frau am nächsten Tag wegen eines Nasenbeinbruchs und diverser Hämatome im Krankenhaus Mödling ambulant behandelt?“ wollte Richter Helmut Neumar wissen. „Keine Ahnung, woher die Verletzungen kommen, als ich am nächsten Tag aus der Wohnung ging, hat sie noch geschlafen.“ In der Hauptverhandlung entschlug sich die als Zeugin geladene Gattin der Aussage.
Den nach kurzer Beratung verkündeten Freispruch begründete der Vorsitzende so: „Er kommt nicht aus tiefster Seele und weil ich hundertprozentig von Ihrer Unschuld überzeugt wäre, er hat vielmehr rechtliche Gründe: da Sie niemals die Vergewaltigung zugegeben haben und Ihre Gattin sich heute berechtigt der Aussage entschlagen hat, darf ich ihre Angaben vor der Polizei nicht verwerten – es gibt daher überhaupt kein Beweisergebnis bezüglich der Vergewaltigung. Abgesehen davon hat sie die Anzeige nicht sofort, sondern erst 18 Tage später erstattet.“ Diesen Argumenten konnte sich Staatsanwalt Christian Pawle nicht verschließen und gab einen Rechtsmittelverzicht ab.

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