Mobilität
Himberg sucht Lösung mit ÖBB und Ministerium

Bürgermeister Ernst Wendl und Vizebürgermeister Richard Payer hoffen auf eine optimale Verkehrslösung.
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  • Bürgermeister Ernst Wendl und Vizebürgermeister Richard Payer hoffen auf eine optimale Verkehrslösung.
  • Foto: Foto: Gemeinde Himberg
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Die Auflassung einer Eisenbahnkreuzung darf nicht zum Sicherheitsrisiko werden. 

HIMBERG. Eines der bedeutendsten Projekte der nächsten Zeit ist die komplette Erneuerung des Himberger Bahnhofs. Diese dringend notwendige Modernisierung samt Erweiterung der Ostbahnstrecke um ein zusätzliches Gleis, bringt aber auch die eine oder andere Herausforderung mit sich, die es zu meistern gilt. Eine davon ist die seitens der ÖBB geforderte Auflassung der Eisenbahnkreuzung in der Bahnstraße, die durch eine Fuß- und Radwegunterführung ersetzt werden soll.

Auflassung gesetzlich möglich

Eine weitere, jedoch weit schwieriger zu lösende Aufgabe, stellte die Eisenbahnkreuzung bei der Ebergassingerstraße dar. Mehrere mögliche Varianten (Überführung, Unterführung) wurden geprüft und mussten aus technischen, wirtschaftlichen oder finanziellen Gründen verworfen werden. Eine niveaugleiche Eisenbahnkreuzung würde bedingt durch die Errichtung eines dritten Gleises und der vermehrten Frequenz auf der Ostbahnstrecke zu Schließzeiten von bis zu 45 Minuten pro Stunde bedeuten. Darüber hinaus wären umfangreiche Umbaumaßnahmen auf der Ebergassinger- bzw. Gutenhoferstraße aus verkehrsrechtlicher Sicht in diesem Bereich zwingend notwendig. Dazu entstünden der Gemeinde Himberg massive Kosten von mehreren Millionen Euro, die man anderweitig sinnvoller einsetzen könnte. Bürgermeister Ernst Wendl erklärt die aktuelle Situation: „Die ÖBB Infrastruktur AG hat beim Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie den Antrag auf Auflassung des Bahnüberganges Ebergassingerstraße gestellt. Laut Leitfaden der ÖBB kann eine Eisenbahnkreuzung aufgelassen werden, wenn die Umfahrungsstrecke kürzer als drei Kilometer und in weniger als drei Minuten bewältigbar ist. Konkret beträgt die Umweglänge 1,6 Kilometer und entspricht einer Zeit von 1,6 Minuten bei 60 km/h.“

Gemeinsame Lösung essentiell

Daraus ergibt sich, dass die Auflassung gesetzlich gestattet wäre. Das Bundesministerium hat die Gemeinde Himberg nun zu einer Stellungnahme (Parteiengehör) bis 30. Oktober aufgefordert. Bürgermeister Wendl weiter: „Jetzt steht die Gemeinde einem übergeordneten, staatlichen Eisenbahngesetz gegenüber, das im Anlassfall keine Kompromisse zulässt.“ Eine Verkehrszählung ergab, dass wochentags ca. 1.100 Fahrzeuge aus Himberg hinaus und ca. 900 Fahrzeuge in den Ort hineinfahren. „Die von der ÖBB angedachte Umleitungsstrecke – die T-Kreuzung der B15a mit der L150 - ist gefährlich. Laufend passieren hier schwere Unfälle und außerdem kann die Strecke den zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen.“ Dem Ortschef ist der Ausbau der Ostbahn sowie der barrierefreie Zustieg zum öffentlichen Verkehr schon aus Gründen der Umweltfreundlichkeit wichtig, aber: „Es muss trotzdem eine zufriedenstellende und vor allem sichere Lösung gefunden werden, die dem steigenden Verkehrsaufkommen auf unseren Straßen auch langfristig gewachsen ist. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass die Verkehrsexperten des Landes NÖ und die Vertreter der ÖBB Infrastruktur AG sich mit der Gemeinde Himberg an einen Tisch setzt, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Der Ausbau der Ostbahn ist wichtig, darf aber zu keinem Zeitpunkt ein Nachteil für die Himbergs Bevölkerung und Gewerbetreibende darstellen. Ich ersuche daher das Ministerium um einen Konsens und nicht mit der Kraft des Gesetzes einfach ‚drüberzufahren‘.“

Bürgermeister Ernst Wendl und Vizebürgermeister Richard Payer hoffen auf eine optimale Verkehrslösung.

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