Kuschelige Therapiehelfer

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Langsam und gemächlich spazieren Machu, Picchu und Arequipa auf einer Weide in Simmering vor sich hin. Der Blick der Alpakas ist wach und freundlich, hie und da hält eines der Tiere inne und schnappt sich ein Büschel Gras. Jede Bewegung der wuscheligen Alpakas strahlt entspannte Ruhe aus. Eine ideale Voraussetzung für die tiergestützte Therapie und Pädagogik, wie sie Petra Artinger aus Fischamend seit 2012 in Simmering anbietet. „Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich die Alpakas das erste Mal bei meinem Urlaub in Kärnten sah. Ihre Ausstrahlung ist einfach so faszinierend“, schwärmt sie.

Charakter ideal für Therapie
Üblicherweise werden die Tiere, die ursprünglich aus Lateinamerika stammen, wegen ihres weichen Fells zur Gewinnung von Wolle genutzt. In Petra Artinger weckten sie aber eine ganz andere Idee: „Ich war damals schon an tiergestützter Therapie interessiert und die Alpakas mit ihrem freundlichen und zurückhaltenden Charakter schienen ideal dafür.“ Also absolvierte Petra Artinger an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien einen Lehrgang und ließ sich bis 2012 zur akademisch geprüften Fachkraft für tiergestützte Therapie ausbilden.

Positiver Effekt wissenschaftlich bestätigt
„Wir betreuen ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenartigen Leiden oder besonderen Bedürfnissen, wie Trisomie 21“, so die pädagogisch qualifizierte Krankenschwester. „Voraussetzung dafür ist aber eine fachärztliche Zuweisung.“ Übungen und Spiele fördern die Selbständigkeit und Selbstbewusstsein oder die Fein- und Grobmotorik der Patienten. Und das Fitness-Level der Klienten wird durch die Arbeit mit den Alpakas verbessert. „Die positiven Effekte konnten auch schon wissenschaftlich bestätigt werden“, erklärt sie.

„Haben Machu, Picchu und Arequipa sorgfältig ausgesucht“
Ein weiterer Vorteil der Arbeit mit Alpakas sei, dass viele Patienten noch nie zuvor Kontakt mit den Tieren hatten. So seien sie den Alpakas gegenüber sehr offen, da sie noch keine negativen Erfahrungen mit ihnen gemacht haben, wie möglicherweise mit einem Hund. „Wir haben Machu, Picchu und Arequipa aber auch sehr sorgfältig für die Therapie ausgesucht“, so Petra Artinger. „Und wir haben uns viel Zeit genommen um sie auf die therapeutische Arbeit vorzubereiten.“

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