Niki Lauda sorgt ein letztes Mal für Schlagzeilen

Niki Lauda fokussiert vor dem Start zu seinem Heim-Grand Prix im Jahr 1984.
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SCHWECHAT (mec). Auch nach seinem Tod sorgt Niki Lauda noch für viele Schlagzeilen. Mit Niki Lauda ist eine schillernde und polarisierende Person für die Region Schwechat gestorben.

Kollektive Trauer

„Mit Niki Lauda ist eine wichtige Persönlichkeit der Luftfahrtbranche von uns gegangen. Nicht nur in seiner außerordentlichen Rennfahrerkarriere, sondern auch in der Luftfahrt hat Niki Lauda wesentliche Maßstäbe gesetzt. In den 40 Jahren seit der Gründung der Lauda Air hat er die österreichische Luftfahrt maßgeblich geprägt und vorangetrieben", ließ der Flughafen Wien in einer Presseaussendung mitteilen.

Ein verlässlicher Partner

Der Name Niki Lauda ist mit der Geschichte des Flughafens Wien untrennbar verbunden.
"Für den Flughafen Wien war Niki Lauda ein langjähriger und verlässlicher Partner, der mit seinem Engagement wesentlich zum Wachstum des gesamten Standortes beigetragen hat. Wir verlieren mit ihm eine Ausnahmepersönlichkeit für die gesamte Nation. Unsere tiefe Anteilnahme gilt in diesen Stunden seinen Angehörigen“, drücken nicht nur die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner, sondern auch die Beschäftigten ihr Beileid aus.

Laudatio bei Lauda(motion)

Auf der Homepage der Fluglinie Laudamotion, die aus der insolventen Ex-Air-Berlin-Tochter Niki entstanden ist und von Niki Lauda binnen eines Jahres zur Gänze an den irischen Billigflieger Ryanair weiterverkauft wurde, gedenkt man ihm. Unter Laudas Porträt steht "Niki, wir vermissen dich!" Dabei war es kein Geheimnis, dass er von seiner eigenen Belegschaft, die immer wieder gegen schlechte Arbeitsbedingungen protestierte, nicht gerade geliebt wurde.

Erfolg um jeden Preis

Lauda wurde als Unternehmer zu Lebzeiten oft kritisiert. Er beschäftigte Angestellte über Leasingfirmen oder mit Leiharbeitsverträgen. Ehemalige Angestellte und die Arbeiterkammer sahen in diesen Praktiken keinen liebenswerten Spar-Spleen, sondern existenzbedrohende Praktiken für die Belegschaft.

Heldenverehrung

Am Mittwoch wird Lauda im Wiener Stephansdom aufgebahrt, damit das Volk noch einmal um einen Helden trauern kann. Trauer um einen Helden, zu dem man aufschaut. Kultfigur. Dass man nicht schlecht über Verstorbene spricht gebietet der Anstand, weil sich der Beschuldigte nicht mehr verteidigen kann. Unbestritten ist, dass Niki Lauda auf sportlichem Gebiet bereits zu Lebzeiten eine Ikone war. Als Geschäftsmann hatte er in der Region um den Flughafen auch harte Kritiker, nicht zuletzt bei seinen ehemaligen Mitarbeitern und Betriebsräten.

Autor:

Maria Ecker aus Baden

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