Streitpunkt Nachtflüge (mit Umfrage)
Streit um Fluglärm flammt erneut auf

Mittlerweile heben wieder mehr Maschinen ab. Menschen in der Ostregion senden ein SOS an die Politik. Es soll keine Nachtflüge mehr geben.
  • Mittlerweile heben wieder mehr Maschinen ab. Menschen in der Ostregion senden ein SOS an die Politik. Es soll keine Nachtflüge mehr geben.
  • hochgeladen von Maria Ecker
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BEZIRK. Der Verein Plattform SOS Region Ost mit Sitz in Groß Enzersdorf hat sich in einem offenen Brief an Landeshauptfrau Mikl-Leitner gewandt und fordert ein Nachtflugverbot von 21:00 bis 7:00 Uhr. Die Plattform versteht sich als überparteiliches Bindeglied zwischen den Umweltinteressen aller Bürgerinnen und Bürger der Ostregion, Umwelt-NGOs, politischen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsunternehmen. "Vertrauen in das Dialogforum, finanziert vom Flughafen, haben wir nicht mehr. Die vom Land NÖ dorthin entsandten Akteure sind dem Eigentümer verpflichtet", heißt es in der Presseaussendung.

Verweis auf Dialogforum

"Alle Maßnahmen zur Reduktion der Flugverkehrsbelastung, wie auch die geltende Nachtflugregelung, wurden gemeinsam mit allen Anrainergemeinden und allen Bürgerinitiativen im Mediationsvertrag vereinbart und beschlossen. Die Überwachung und Einhaltung dieser Maßnahmen erfolgt im Dialogforum, in dem alle Anrainergemeinden und zahlreiche Bürgerinitiativen - nämlich jene, die am Dialog interessiert sind - Mitglied sind. Die Zahl der Nachtflüge, wie auch die Lärmbelastung im Detail, wird genau evaluiert und regelmäßig vom Dialogforum veröffentlicht", so der Pressesprecher des Flughafens, Peter Kleemann.

"Maßnahmen müssen so erfolgen, dass Entlastungen für betroffene Anrainergruppen nicht zu Lasten Anderer gehen."
Peter Kleemann, Pressesprecher Flughafen Wien

Wolfgang Hesina ist seit 17 Jahren Geschäftsführer des Dialogforums und hat über 800 Sitzungen geleitet. Er betont, dass er eine neutrale Position innehat und keine bestimmten Interessen durchsetzen muss. "Im Jahr 2019 gab es die meisten Flugbewegungen seit Bestehen des Flughafens", berichtet Hesina. Der Flughafen Wien strebt nun wieder An- und Abflüge auf Vor-Corona-Niveau an. "Dass die Anrainer den Fluglärm nach der Pause jetzt mehr wahrnehmen, ist selbstverständlich", so Hesina und erinnert daran, dass bei der Problematik die Raumplanung eine entscheidende Rolle spielt.

"Ich ersuche jeden Raumplaner, bitte auch einmal den Blick zum Himmel zu richten."
Wolfgang Hesins, Geschäftsführer Dialogforum

Haben Betriebsverpflichtung

Ein Nachtflugverbot kann es laut Hesina niemals geben. Das Internationale Luftfahrtgesetz schreibt vor, dass in jedem Land ein Flughafen auch nachts geöffnet sein muss. Eine Regelung, die den nächtlichen Flugbetrieb einschränkt, gibt es aber bereits. Zwischen 21:00 und 7:00 Uhr wird hauptsächlich die Piste 11/29 verwendet. Bei Süd-/Ostwind finden auch Landungen auf Piste 16 statt. Zwischen 23:30 und 05:30 Uhr sind Flugbewegungen innerhalb eines Kalenderjahres inklusive Berücksichtigung aller Ausnahmen auf maximal 4.700 gedeckelt.

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