Leopoldsdorf
Vorsicht vor Kriminellen aus dem Internet

Keine Chance für die Internetgauner: Virgina und Harald Köhler durchschauten die Betrugsmasche zum Glück schnell.
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Cyberkriminelle wollten Facebook nutzen, um Unternehmer übers Ohr zu hauen.

LEOPOLDSDORF (les). Virginia und Harald Köhler sind immer noch entsetzt: "Es ist erschütternd, wie sehr die Kriminalität übers Internet zugenommen hat." Die beiden Leopoldsdorfer können davon jetzt selbst ein Lied singen, auch wenn sie zum Glück schlau genug waren, die Masche zu durchschauen.

Lampe als Lockmittel

Harald Köhler betreibt ein kreatives Unternehmen namens "3D-Druck Atelier" und bietet unter anderem personalisierte Motivlampen aus dem 3D-Drucker an. So auch die sogenannte "Afrika-Lampe", die eine gewisse Frau Issouf Sawadogo aus Berlin bestellen wollte. Als es um die Zahlungsmodalitäten ging, begann die Sache seltsam zu werden: "Die Zahlung wollte sie nicht auf unser Geschäftskonto überweisen, sondern so erledigen, dass der Käufer ein Kuvert mit dem zu zahlenden Betrag an UPS übergibt, UPS dann von uns die Ware abholt und im Gegenzug gleich den Betrag an mich auszahlt."

Versuchte Erpressung

Zusätzlich kam von einer gefälschten Mailadresse von UPS ein Schreiben, dass Köhler im Vorfeld die Versicherung des Paketes in Höhe von 50 Euro überweisen müsse, die dem Kunden aufgeschlagen werden sollte. Hier war die Lage schließlich klar und man beendete die Konversation. Damit war "Frau Sawadogo" dann aber nicht wirklich einverstanden und sie versuchte mittels Klagsandrohung, die Zahlung der 50 Euro zu erpressen. Köhler ergriff schließlich die Initiative: "Ich habe bei UPS angerufen, die bieten einen solchen Service natürlich nicht an. Ich habe dann dem 'Kunden' gesagt, dass das ein Betrugsversuch wäre und ich die Polizei einschalte, was ich auch getan habe." Nach einer weiteren Drohgebärde über den Facebook-Messenger hörte man nichts mehr von der "Kundin". Dafür jedoch von ihren Kollegen. Weitere dubiose Anfragen trudelten ein, die man allesamt abwies. Die verständigte Polizei erklärte den Köhlers schließlich, dass man mehrmals täglich mit solchen und ähnlichen Betrugsversuchen konfrontiert sei. Und manchmal, besonders bei älteren Menschen, ergaunern sich die Verbrecher auf diese Weise tatsächlich empfindlich viel Geld. "Ich hoffe wirklich, dass man irgendwann einen Weg findet, diese Machenschaften zu unterbinden", meint Köhler abschließend. Bei den schier unendlichen Möglichkeiten, die das Internet bietet, stehen die Chancen dafür denkbar schlecht.

Autor:

Markus Leshem aus Schwechat

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