Infos für Ausdauersportler (Info Nr.17 = Herfrequenvariabilität)

Herzfrequenzvariabilität bzw. Herzratenvariabilität (HRV)

· Was ist das ?
Unter HRV versteht man Schwankungen der Herzfrequenz von Schlag zu Schlag.
Es ist die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten laufend anzupassen und sich so flexibel den ständig wechselnden Anforderungen zu stellen.

· Grundlagen
Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Anteilen: dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Die meisten Organe werden von beiden gesteuert, wobei eine ausgeglichene Balance zwischen beiden erstrebenswert ist.
Der Sympathikus übernimmt den aktivierenden Teil [„(Wett)Kampf- und Fluchtreaktionen“], der Parasympathikus tritt entgegengesetzt dann in den Vordergrund, wenn der Körper in Ruhe ist [Erholungsreaktionen].
Je stärker der momentane Anteil des Parasympathikus ist, d.h. je mehr man erholt ist, desto ungleichmäßiger ist die Herzfrequenz (ausgeprägte HRV). Wird der Körper in einen Stresszustand gebracht, d.h. er soll aktiv werden, tritt der Sympathikus in den Vordergrund und die Herzschläge werden gleichmäßiger (HRV sinkt).

· Kennzeichen eines gesunden bzw. erholten Herzens:
Das gesunde bzw. erholte Herz schlägt nie ganz gleichmäßig.
d.h. bei z.B. Hf=60 schlägt das Herz nicht genau im Sekundentakt, sondern der Abstand von
Schlag zu Schlag ist mal weniger und mal mehr als 1 Sekunde (z.B. 1,02sec, 0,98sec,…)

--> Folgender Satz stammt ca. aus dem Jahre 300 n.Chr. (Wang Shuhe - chin.Mönch):
„Wird der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach, so wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben.“

· Wozu dient die HRV im Sport ?
Die HRV bietet ein einfaches Verfahren um den Gesundheitszustand, den Stress- oder Entspannungszustand bzw. den Erschöpfungs- oder Erholungszustand zu erhalten.
Sie dient also als Indikator wie erholt oder erschöpft man ist, worauf man mit entsprechenden Trainingsintensitäten und/oder Umfängen reagieren kann/soll.
D.h. wenn die HRV anzeigt, dass ich erholt bin (hohe HRV), dann kann ich intensiv trainieren, zeigt sie jedoch an, dass ich erschöpft bin oder sich eine Krankheit anschleicht (niedrige HRV), dann ist es besser wenn ich mich erhole…
Oder allgemein ausgedrückt:
Werden die Trainingsbelastungen fortwährend auf die individuelle Leistungsfähigkeit und die aktuelle Belastbarkeit abgestimmt, ist ein Optimum in der Belastungssteuerung gegeben.

· Mögliche Messgeräte:
z.B.: Polar RS 800

Fazit:
Die HRV findet bereits Anwendung im Rahmen der Trainingssteuerung und wird meiner Meinung nach zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Es ist einfach sinnvoll nur entsprechend intensiv zu trainieren, wenn der Körper die jeweiligen Zeichen signalisiert, dass es möglich ist…

Autor:

Rad & Triathlonteam NÖ-Ost (www.RT-NÖ-OST.at) aus Schwechat

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