Sport
Schwechaterin (7) ist Niederösterreichs jüngste Skispringerin

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Für Elly Förster aus Schwechat ist die Saison wegen der Corona-Lage wie für alle Wintersportler zwar vorzeitig zu Ende gegangen, sie zieht aber eine erfolgreiche Bilanz.

SCHWECHAT. Die Siebenjährige  springt seit neun Monaten bei den Wiener Stadtadlern, dem einzigen Skisprungclub in Niederösterreich und Wien, und hat in diesem Winter ihre ersten Bewerbe erfolgreich absolviert. „Das war wegen des Schneemangels kein einfacher Winter, aber unsere Kinder waren extrem flexibel und haben viel auf sich genommen, um an den Wochenenden trotzdem im Schnee zu trainineren“, sagt Stadtadler-Sportvorstand Bernhard Wadsak. „Umso erfreulicher sind die vielen Stockerlplätze, die unsere Athletinnen und Athleten in den letzten Monaten geholt haben.“ 

Stockerl in Sichtweite

Eine der Athletinnen kommt auch aus Schwechat. Elly Förster (7) war unter anderem bei der Internationalen Kalmbergtrophy in Bad Goisern am Start. Unter Athleten aus Österreich, Deutschland, Italien und Tschechien sprang sie zwei Mal auf 10 und einmal sogar auf 10,5 Meter und wurde damit Sechste. Eine noch bessere Platzierung in ihrem ersten Skisprungwinter holte sie auf ihrer „Hausschanze“ - in Mürzzuschlag, wo sie mit ihren Teamkollegen von den Wiener Stadtadlern am häufigsten trainiert. Beim Landescup in der Obersteiermark sprang Elly in den Wertungsdurchgängen 6 und 9 Meter und holte damit Platz 4 in ihrer Leistungsklasse.

Stets voll konzentriert

Auf die jüngste Athletin beim einzigen Skisprungclub in Niederösterreich und Wien ist man besonders stolz: „Elly ist ein Mädchen, das im Training meistens eher ruhig ist und sich sehr fokussiert, um von ihren älteren Kolleginnen und Kollegen zu lernen. Von dieser Konzentration können sich einige was abschauen“, sagt Stadtadler-Trainer Moritz Inkofer.Generell zählt die abgelaufene Saison bei den Wiener Stadtadlern als der erfolgreichste Winter in der 15-jährigen Vereinsgeschichte. Mit Louis Obersteiner (15) aus Wien-Donaustadt hat zum ersten Mal ein Wiener den Gesamtsieg des Austria Cups, also der höchsten nationalen Nachwuchs-Wettkampfserie, geholt - noch dazu mit einem Grand Slam, also allen Bewerben auf Platz 1. Und mit der zwölfjährigen Meghann Wadsak aus der Wiener Innenstadt ist auch ein Mädchen ganz vorne dabei. Sie holte bei den Österreichischen Schülermeisterschaften die Silbermedaille und beendet die Austria Cup-Saison als zweitbeste Nachwuchsskispringerin Österreichs in ihrem Alter.

Training in der Turnhalle

„Es fällt natürlich mittlerweile in ganz Österreich auf, dass auch mehr und mehr Stadtadler als Nachwuchshoffnungen im Österreichischen Skiverband nachrücken“, sagt Vereinsvorsitzender Florian Danner. „Das ist auch deswegen bemerkenswert, weil wir der einzige Skisprungclub in ganz Österreich sind, der im Umkreis von 100 Kilometern keine eigene Trainingsschanze hat.“ Um adäquate Trainingsmöglichkeiten in Wien oder dem Umland kämpft der Verein seit Jahren und hofft dank der jüngsten Erfolge, endlich auf Gehör der Politik zu stoßen. Insgesamt trainieren derzeit gut 30 Kinder unter den Flügeln der Wiener Stadtadler. Sie fahren mit ihren Trainern an den Wochenenden an die nächstgelegenen Schanzen ins obersteierische Mürzzuschlag oder nach Höhnhart (OÖ) oder Eisenerz (Steiermark). Das Konditionstraining absolvieren die Athletinnen und Athleten unter der Woche in einer Turnhalle in Wien. Der Verein mit etwa 130 Mitgliedern gilt als einer der größten Skisprungclubs Österreichs.

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