Wöchentliche Infos für Ausdauersportler (Info Nr.4 = Sportgetränke)

isoton,hypoton oder hyperton
Einleitung:
Das Blut kann als 0,9%ige Kochsalzlösung bezeichnet werden. Wird nun ein Getränk so hergestellt, dass es u.a. diese Zusammensetzung aufweist (9g Salz pro Liter), dann ist es isotonisch. d.h. die Lösung hat gleichen osmotischen Druck wie das menschliche Blut.
Hypoton ist eine Lösung mit geringerem osmotischen Druck wie das menschliche Blut.
Hyperton ist eine Lösung mit höherem osmotischen Druck wie das menschliche Blut.

Nun das Ganze noch etwas ausführlicher...
Osmotisch wirksame Teilchen sind in der menschlichen Ernährung vor allem Nährsalze/Elektrolyte und Zucker. Enthält ein Getränk nun konzentriert mehr davon als das Blut, entzieht es dem Körper Wasser, um die Teilchen des Getränks auszugleichen. Bei einem solchen Getränk spricht man auch von einer hypertonen Lösung.
Bei hypotonen Getränken ist genau das Gegenteil der Fall, d.h. es sind weniger osmotisch wirksame Teilchen im Getränk. Somit strömt das Wasser vermehrt durch die Zellmembranen in das Blut.
Der dritte und letztmögliche Fall wäre der, dass kein Konzentrationsgefälle besteht, also auch keine Osmose stattfindet. Hier läge dann eine isotone Lösung vor.

Jeder weiß, dass das Trinken von Salzwasser keinen Sinn macht, da es dem Körper Wasser entzieht und den Durst mehrt, d.h. hypertone Getränke finden im Sport keine sinnvolle Anwendung.

Auch bei zu starker Hypotonie ist Vorsicht geboten, da dadurch der Zuckergehalt zu stark abnehmen kann, wodurch mit einem Leistungsabfall zu kämpfen ist.
Werden Getränke allerdings so dosiert, dass nur eine leichte Hypotonie vorherrscht, kann man genau den Verlust des Wassers ausgleichen, ohne dabei den Spiegel an Nährteilchen zu gering werden zu lassen, weil Wasser allgemein durch den Schweiß wesentlich schneller ausgeschieden wird als Mineralien.

Ein isotonisches Getränk hingegen stellt generell genau den Lösungstyp dar, den der Körper sowieso normal schon im Blut vorweist. Nun nimmt man zwar nicht so rasch Wasser auf, ist jedoch eine körperliche Belastung da und schwitzt man dadurch, so erhöht sich durch den Wasserverlust natürlich die Teilchenkonzentration im Blut. Nun kann der Isodrink Nachschub liefern und der Körper saugt Wasser auf. Augrund dieser Tatsache wurden isotonische Getränke zur klassischen Getränkeform für den Athleten/ die Athletin.

Fazit:
Im Normalfall zu isotonischen Getränken greifen.
Leicht hypotone Getränke finden allerdings bei heißem Wetter (starkes Schwitzen) ebenfalls ihre Berechtigung.

LG
Mario Urthaler (RT-NÖ-OST)

Autor:

Rad & Triathlonteam NÖ-Ost (www.RT-NÖ-OST.at) aus Schwechat

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