Ebergassing: Streit nimmt kein Ende

EBERGASSING (heu). Die Bürgerinitiative (BI) Kontra-Logistikzentrum–Ebergassing präsentierte vergangenen Freitag im Schloss Ebergassing erste Ergebnisse aus einem Lärmgutachten der TU Wien zum geplanten SPAR-Logistikzentrum. Dabei sieht die BI eine Verdopplung der Lärmbelastung und eine deutliche Zunahme der Lärmspitzen durch die an- und abfahrenden LKW als besonders problematisch.

Verkehr soll rasant wachsen

Laut dem Gutachten sollen die aktuell vereinzelten LKW-Fahrten in den Morgenstunden auf bis zu 37 LKW pro Stunde ansteigen. Insgesamt erwarten die Mitglieder der BI bis zu 560 LKW-Fahrten pro Tag. Dadurch befürchtet die Bürgerinitiative eine Erhöhung der Lärmbelastung auf das Doppelte. Auch der Lärm zu den Spitzenverkehrszeiten soll deutlich zunehmen. Die BI fordert daher Maßnahmen zum Schallschutz und eine günstigere Verkehrserschließung des SPAR-Logistikzentrums.

Widerstand bleibt

Unterstützung bekam die BI auch durch die überparteiliche Bürgerplattform „Aktion 21-Pro Bürgerbeteiligung“.„Bürger-initiative heißt auch Widerstand. Daher stehen wir für die stärkere Einbindung der Bevölkerung in kommunale Vorhaben,“ so Aktion 21-Obfrau Herta Wessely.

Für Studie zu früh

Ebergassings Bürgermeister Roman Stachelberger kann den Vorwürfen der BI nicht viel abgewinnen. „Ich kenne das Gutachten nicht, da die Bürgerinitiative dieses bisher nicht vorgelegt hat.“ Zudem hält Stachelberger fest, dass SPAR erst im März die Projekteinreichung bei der Gemeinde vornehmen wird. „Bis dahin können meiner Ansicht nach keine Aussagen zur Lärmbelastung gemacht werden,“ so der Ortschef. Laut Stachelberger ist die Ansiedlung eines Betriebes in dieser Größenordnung ein finanzieller Gewinn für die Gemeinde, da mit den Geldern aus den Kommunalabgaben soziale Einrichtungen in Ebergassing finanziert werden könnten.

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