Wirtschaft
Katharina Kucharowits: "Schließen wir die Lohnschere - JETZT!"

Stadträtin Vera Edelmayr, Nationalratsabgeordnete Katharina Kucharowits und Susanne Buchberger treten gegen die Lohnschere auf.
  • Stadträtin Vera Edelmayr, Nationalratsabgeordnete Katharina Kucharowits und Susanne Buchberger treten gegen die Lohnschere auf.
  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Markus Leshem

Seit 18. Oktober 2019 arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende in Niederösterreich gratis.

SCHWECHAT. Frauen verdienen in Österreich für die gleiche Arbeit im Schnitt um 20 Prozent weniger als Männer. Darauf machten die SPÖ Bezirksfrauen Bruck/Leitha im Rahmen einer morgendlichen Straßenaktion in Schwechat aufmerksam.

Druck auf Frauen wird größer

Der Druck auf Arbeitnehmerinnen wird von Jahr zu Jahr größer. Mehr leisten, jeden Tag funktionieren – und trotzdem ist die Summe am Gehaltszettel kleiner als beim männlichen Kollegen. Für Österreichs Frauen ist diese ungerechtfertigte Unterbezahlung bittere Realität. Offen darüber reden, ist dennoch ein Tabu. „Wir können und wollen nicht länger warten, bis sich die Lohnschere schließt. Es braucht jetzt mutige Schritte und ein neues Lohngesetz nach dem Vorbild Islands. Weil es mehr als ungerecht ist, dass Frauen in Niederösterreich ab dem 18.10. kostenlos bis zum Jahresende arbeiten. Weil es schlichtweg ungerecht ist, dass Frauen immer noch weniger verdienen. Unsere Geduld ist am Ende. Schluss damit, es reicht.“, so Abgeordnete zum Nationalrat Katharina Kucharowits, SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Bruck/Leitha.

SPÖ-Plan für Lohngerechtigkeit

Strafen bei Unterentlohnung von Frauen: Unternehmen werden aktiv in die Pflicht genommen, ihre Mitarbeiterinnen gerecht zu bezahlen. Angelehnt an das Lohn- und Sozialdumingbekämpfungsgesetz werden Verwaltungsstrafen bei Unterentlohnung verhängt.

Effektivere Einkommensberichte: Unternehmen ab 20 MitarbeiterInnen sollen Einkommensberichte vorlegen, die auch einen verpflichtenden Maßnahmenplan enthalten.

Unterbezahlung in einzelnen Branchen bekämpfen: Mit Pilotprojekten gemeinsam mit ArbeitgeberInnen- wie ArbeitnehmerInnenvertreterInnen sollen neue Kriterien für Entlohnung ausgearbeitet werden. Viele Tätigkeiten gehen mit hohen Anforderungen und Verantwortung einher und werden derzeit deutlich schlechter bezahlt. Das muss sich ändern!

Mehr Selbstbestimmung, leichtere Vereinbarkeit: Jede und jeder soll einen Rechtsanspruch auf einen Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit und umgekehrt haben – und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungslatz ab dem 1. Lebensjahr des Kindes.

50% der AMS-Mittel für Frauen: Die SPÖ fordert, dass die Hälfte der AMS-Mittel wieder für Frauen verwendet werden.

Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei

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