22.05.2017, 13:11 Uhr

A4: Horror-Autobahn der Nation

Mit der A4 das derzeit schwierigste Pflaster in Österreich: Christoph Hütter von der Autobahnpolizei Schwechat.

In Teil 4 der Serie "Steig ein" geht es um die schwieirge Arbeit der Polizei auf der A4 und S1.

Irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Brücke steht ein VW-Bus. Und von der Brücke aus beobachten vier Kameras das geschehen auf der Autobahn, die direkt unterhalb verläuft. Einsatz für die Zivilstreife der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Sie sind hier Dränglern und Rasern auf der Spur.
Auf Monitoren im VW Bus leuchtet es grün und rot. "Rot markierte Autos sind zu schnell oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Der Computer speichert die Sünder automatisch", erklärt Bezirksinspektor Peter Svehla der heute mit seinem Kollegen Gottfried Völker Dienst hat. Die beiden müsse alle vom Computer gesichteten Vergehen prüfen und bestätigten. Erst dann wird Anzeige erstattet.

Eins, zwei, passt!

Aber wie viel Abstand muss man denn nun halten? "Mindestens 0,8 Sekunden zum vorderen Fahrzeug, weniger ist strafbar. Bei weniger als 0,3 Sekunden ist es auch ein Vormerkdelikt, bei 0,2 ist der Führerschein weg", sagt Svehla. Rund 11.500 Drängler erwischt die Truppe mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen pro Jahr in Niederösterreich. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den richtigen Abstand zu halten. "Zwei Sekunden werden empfohlen. Bei 130 km/h wären dies mindestens 36 Meter. Viele Fahrer sind knapper dran als sie glauben." Dränglen und abdrängen sind auf der A4 ebenfalls gang und gäbe. Durch den höchsten Lkw-Anteil auf Österreichs Autobahnen mit rund 20 Prozent sind die Folgen oft dramatisch.

Mehr Unfälle als auf der "Süd"

Erich Neubauer, Chefinspektor der Schwechater Autobahnpolizei, und sein 36-köpfiges Team leisten trotz des riesigen Einsatzgebietes bravouröse Arbeit auf Österreichs Horrorstrecke Nr. 1: "Kastenwagen nach Flüchtlingen kontrollieren, die Hauptroute für Ostbanden und mittlerweile mehr Unfälle als auf der Südautobahn."
Dazu kommen die Dauerbaustellen, derzeit genau im überaus heiklen Bereich Flughafen.
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