03.06.2017, 18:22 Uhr

Handy am Steuer: Lieber freisprechen als Strafgeld

Ronald A. in Schwechat: Freisprecheinrichtung.

REGION. 180 Meter im Blindflug. Diese Strecke legt man zurück, wenn man auf der Autobahn bei 130 km/h für fünf Sekunden eine SMS oder WhatsApp liest.
Ablenkung am Steuer – also Telefonieren, Nachrichten schreiben sowie Essen und Trinken – ist der Grund für mehr als ein Drittel aller Verkehrsunfälle in Niederösterreich. Eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit beweist: Die Reaktionszeit sinkt deutlich. Wer etwa ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, reagiert genauso langsam wie ein alkoholisierter Fahrer mit 0,8 Promille Alkohol – so wiederum der Verkehrsclub Österreich.

Als Kavaliersdelikt gesehen

Noch immer ist vor allem Telefonieren und SMSsen am Steuer in den Köpfen vieler ein „Kavaliersdelikt“: Täglich werden in NÖ 60 Lenker von der Polizei ertappt. Die Dunkelziffer ist freilich viel höher. Experten schätzen, dass nur jeder 2.500ste erwischt wird. Wenn, dann sind allerdings 50 Euro fällig. Die BEZIRKSBLÄTTER haben sich im Bezirk Schwechat umgehört, ob sich die Autofahrer der Gefahr bewusst sind.
Ronald A., der vor dem "Spar" in Schwechat aus seinem Auto stieg: "Ich bin stolzer Besitzer einer Freisprecheinrichtung. Ich konzentriere mich beim Fahren auf den Verkehr."
Auch einer anderer Lenker aus der Region verzichtet auf das Handy während der Fahrt: "Nur mit Freisprecheinrichtung".
Die beiden ÖAMTC-Juristen Martin Hoffer und Tanja Tretzmüller: "Es geht nicht nur ums Telefonieren. Wenn im Auto das Handy zu Boden fällt und man sucht und verursacht deshalb einen Unfall zahlt die Versicherung nicht." Grundsätzlich muss man zumindest eine Hand am Lenkrad haben und am Fahrersitz sitzen. Wer sich etwa auf die Beifahrerseite beugt, um etwas im Seitentürfach zu suchen, gehört ebenfalls dazu.
Zudem ist auch freie Sicht aus dem Fahrzeug Bedingung (keine verdreckten Scheiben und auch keine Vollverschleierung).
Sich bei Rot im Rückspiegel schminken ist erlaubt.

REGION. 180 Meter im Blindflug. Diese Strecke legt man zurück, wenn man auf der Autobahn bei 130 km/h für fünf Sekunden eine SMS oder WhatsApp liest.
Ablenkung am Steuer – also Telefonieren, Nachrichten schreiben sowie Essen und Trinken – ist der Grund für mehr als ein Drittel aller Verkehrsunfälle in Niederösterreich. Eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit beweist: Die Reaktionszeit sinkt deutlich. Wer etwa ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, reagiert genauso langsam wie ein alkoholisierter Fahrer mit 0,8 Promille Alkohol – so wiederum der Verkehrsclub Österreich.

Als Kavaliersdelikt gesehen

Noch immer ist vor allem Telefonieren und SMSsen am Steuer in den Köpfen vieler ein „Kavaliersdelikt“: Täglich werden in NÖ 60 Lenker von der Polizei ertappt. Die Dunkelziffer ist freilich viel höher. Experten schätzen, dass nur jeder 2.500ste erwischt wird. Wenn, dann sind allerdings 50 Euro fällig. Die BEZIRKSBLÄTTER haben sich im Bezirk Schwechat umgehört, ob sich die Autofahrer der Gefahr bewusst sind.
Ronald A., der vor dem "Spar" in Schwechat aus seinem Auto stieg: "Ich bin stolzer Besitzer einer Freisprecheinrichtung. Ich konzentriere mich beim Fahren auf den Verkehr."
Auch einer anderer Lenker aus der Region verzichtet auf das Handy während der Fahrt: "Nur mit Freisprecheinrichtung".


Tipps von ÖAMTC-Experten

Die beiden ÖAMTC-Juristen Martin Hoffer und Tanja Tretzmüller: "Es geht nicht nur ums Telefonieren. Wenn im Auto das Handy zu Boden fällt und man sucht und verursacht deshalb einen Unfall zahlt die Versicherung nicht." Grundsätzlich muss man zumindest eine Hand am Lenkrad haben und am Fahrersitz sitzen. Wer sich etwa auf die Beifahrerseite beugt, um etwas im Seitentürfach zu suchen, gehört ebenfalls dazu.
Zudem ist auch freie Sicht aus dem Fahrzeug Bedingung (keine verdreckten Scheiben und auch keine Vollverschleierung).
Sich bei Rot im Rückspiegel schminken ist erlaubt.
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