18.10.2016, 15:19 Uhr

S7-Ausbau adé: Pendler fühlen sich gefoppt

Täglicher Pendler-Wahnsinn in S7 zwischen Koffern.

Pendler fühlen sich von der ÖBB im Stich gelassen: Millionen werden in eine Prestige-Strecke durch das unbewohnte Marchfeld investiert, aber kein Euro in die Verbesserung der S7 gesteckt.

Wünsche der Pendler: dichtere Intervalle, bessere Verbindungen. Reaktion der ÖBB: "Dichtere Intervalle sind grundsätzlich nicht unmöglich – die Voraussetzungen dafür wären einerseits eine Bestellung für eine Verdichtung und damit verbunden eine gesicherte Finanzierung sowie eine betriebliche Prüfung, wie dies umsetzbar wäre. Alle Halte könnten etwaige Verstärkerzüge jedenfalls nicht bedienen."

Region ist Stiefkind der ÖBB

Die Flughafen-Region ist ein einziges Bahn-Chaos. Das schon ewig geplante Projekt einer Verbindung zwischen Flughafen und Bruck, damit die Railjets den Airport auch aus dem Osten anfahren können, befindet sich noch nicht einmal im Embryonalstadium.

Investitionen in Strecke im Marchfeld haben Vorrang

"Um auch in den Osten Richtung Budapest und Bratislava ein noch attraktiveres Schienenangebot zu ermöglichen, gibt es seitens der ÖBB-Infrastruktur seit Jahren Planungen, wie der Flughafen Wien hochwertig in die Hochleistungsnetze eingebunden werden kann. Das Projekt Flughafenspange erstreckt sich über die Regionen Bruck/Leitha und Neusiedl/See. Zum derzeitigen Projektstatus sind wir von einer Trasse jedoch noch weit entfernt, erklärt ÖBB-Sprecher Christopher Seif.

Geld ist zwar da, aber für eine völlig neue Strecke im unbewohnten Marchfeld als Hochleistungsstrecke zwischen Stadlau und Marchegg.
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Ludwig Seidl aus Simmering | 18.10.2016 | 20:30   Melden
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