21.10.2014, 12:57 Uhr

Traumfische gibt es doch ……

Als eingefleischter Fliegenfischer freut es einem auch, wenn man schönen Fisch mit einer anderen Methode als die des Fliegenfischens, fängt.
Aber dies ist eine Geschichte die ich Euch erzählen möchte.
Ich lernte Fritz kennen, eigentlich ist er ein Wels und Karpfenfischer, er wollte es aber auch mit der Fliegenrute versuchen. Daher waren wir einige Male zusammen mit der Flugrute unterwegs und ich konnte ihm den einen oder anderen guten Tipp mitgeben.
Er bedankte sich bei mir mit einer Einladung zum Hechte Fischen an den in der Nähe Krems gelegenen Teich Thallern.
Früh am Morgens stellte er mich, bei einer guten Tasse Kaffee, seinem Freund dem Besitzer des Teiches Hrn. Heinz Promitzer vor und wir bekamen das OK für einen heißen Fischertag.
Der Teich Thallern ist ein ca.10ha großer Schottersee, mit einer durchschnittlichen Tiefe 3-5 Metern. In den Sommermonaten bis in den Herbst hinein sind die seichteren Stellen teilweise mit Kraut bewachsen. Im oberen Drittel des Sees ist eine Insel mit rund 1000m/2 Fläche. Sie stellt nicht nur einen Hot-Spot für Karpfen dar, sondern auch für Hechte, denen wir ja nachstellen wollten.
Der wunderbar in die Natur eingefügte Teich mit seiner Vielfalt an Fischen beeindruckte mich sehr. Ich denke, der Hechtbestand in diesem Top-Gewässer ist wahrscheinlich das Beste, das wir in Österreich zu bieten haben.
Es war sehr heiß an diesem Tag! Am Vormittag wollte ich es unbedingt mit der Fliegenrute und Zonkermuster versuchen. Fritz probierte es mit der Spinnrute mit verschiedenen Gummifischen.
Aber die Hechte wollten nicht so recht! Wir hatten zwar einige Nachläufer von kapitalen Fischen und Fritz verlor auch einen 80cm Fisch, aber die Beißlaune bei dieser Hitze war nicht gegeben. So beschlossen wir eine Mittagsrast zu machen. Harry Fiala erwartete uns bei der Hütte mit frischen Getränken und versorgte uns auch mit einem Spezialköder und guten Tipps fürs Nachmittagsfischen.
Nun wollte ich es auch mit der Spinnrute versuchen, da ich durch das ständige Werfen mit der schweren Fliegenrute schon ziemlich müde war. Spinnrute, Harrys Lieblingsgummifisch aufgezogen ich vertraute ihm, denn keiner kennt den Teich wie er und los ging es.
Ich machte noch keine zehn Würfe, als wir gerade über eine Krautbank fuhren und ich deren Kante abfischen wollte, da bekam ich einen Biss als ob am anderen Ende der Schnur eine Granate explodiert wäre. Nach meinem sofortigen Doppelanschlag sagte mir mein Gefühl "du hast ein Krokodil am Band!" Nach einigen harten Fluchten ging er aber ganz artig in den von Fritz vorbereiteten Kescher. Der Fisch wurde nicht verwogen und nicht vermessen, sondern nach dem Fototermin wieder zurückgesetzt.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Heinz, Harry und Fritz herzlichst bedanken, die es mir ermöglicht haben, diesen Traumfisch zu fangen.
Am späten Nachmittag ging mir noch ein ca.75cm Hecht an die Angel, welcher
von einem größeren Bruder oder aber auch Schwester angebissen worden war. Man kann sich vorstellen, dass sich noch einige Riesen in diesem Gewässer aufhalten dürften.
Am späterem Nachmittags wurden wir von Heinz abgeholt und so vom ärgsten Sonnenbrand gerettet. Nicht nur, das wir bei Ihm fischen durften lud er uns noch zu sich nach Hause ein. Wir ließen uns einen schmackhaften Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und einen fantastischen Apfelstrudel gut schmecken. Ein Kompliment an die Küche! Mit einem guten Verdauungsschnapserl ließen wir diesen, für mich, schönen Fischertag ausklingen.
Ich wünsche Allen, die das Glück haben, in diesem fantastischen Wasser zu fischen ein kräftiges Petri Heil.
Rudolf Thurner
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