29.09.2017, 14:32 Uhr

Noch mehr Bio(masse) für Fischamend und Flughafen

Flughafen-Vorstan Günther Ofner,Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, EVN-Vorstandssprecher Peter Layr, Fischamends BürgermeisterThomas Ram (Foto: Flughafen Wien AG)
Nachhaltige Wärmeversorgung für die Betriebsansiedelungen in der Airport City Vienna: Die EVN errichtet auf einem Flughafen-Grundstück ein Biomasse-Heizwerk zur nachhaltigen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Die Anlage soll Ende 2018 betriebsbereit sein. Die EVN investiert rund 2,7 Millionen in das Heizwerk und das dazugehörige Netz.

250 Millionen Euro Wertschöpfung pro Jahr in NÖ

„Alleine die 750 Nahwärmeanlagen in Niederösterreich und die privaten und gewerblichen Holzfeuerungen sichern mehr als 250 Millionen Euro Wertschöpfung pro Jahr im Land. Im neuen Heizwerk wird Waldhackgut aus der Region umweltfreundlich verwertet. Ein sinnvoller Beitrag für die Energiewende“, so Landesrat Stephan Pernkopf.
„Als niederösterreichischer Energieversorger ist die EVN bemüht, durch nachhaltige Nutzung der heimischen Ressourcen, zum Klimaschutz beizutragen. Die Airport City wird mit dieser Anlage einen wichtigen Beitrag dazu leisten“, so EVN-Vorstandssprecher Peter Layr.

Fischamend schon jetzt bio-beheizt

„Die EVN betreibt bereits ein Bioheizwerk in Fischamend, von dem schon jetzt viele öffentliche Gebäude mit Netzwärme versorgt werden. Umso mehr freut es mich, dass die EVN, mit Unterstützung des Flughafen Wien, ein neues Naturwärme-Heizwerk errichtet. Damit wird verdeutlicht, dass neben Wirtschaftlichkeit auch der ökologische Aspekt beim Ausbau der Flughafenregion eine elementare Rolle einnimmt.“, so der Fischamender Thomas Ram.
„CO2-Reduktion, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind fundamentale Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Trotz dynamischen Wachstums der Airport City, mit vielen neuen Firmen und Arbeitsplätzen, wird die CO2-Emission weiter reduziert werden. Dazu leistet dieses Naturwärme-Kraftwerk der EVN einen wichtigen Beitrag, wie auch die Photovoltaikoffensive am Flughafen.“, sagt Airport-Chef Günther Ofner.

Rund 2.400 Tonnen CO2-Einsparung

Im neuen Heizwerk wird ein Biomassekessel mit einer Leistung von 2.500 kW installiert. Weiters steht ein Erdgaskessel als Ausfallreserve und zur Spitzenlastabdeckung zur Verfügung. Durch das neue Heizwerk, das mit Waldhackgut aus der Region beheizt wird, werden jährlich rund 2.400 Tonnen CO2 eingespart. Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen, sowohl für das Heizwerk, als auch für das rund 2 Kilometer lange Netz.


Flughafen Wien forciert nachhaltige Entwicklung


Nachhaltigkeit ist ein klares Unternehmensziel der Flughafen Wien AG und somit tief in der Unternehmensstrategie verankert. Energieeffizienz und erneuerbare Energien nehmen dabei einen Schwerpunkt ein. Schon im Jahr 2016 wurden zwei Photovoltaik-Anlagen auf einer Gesamtfläche von rund 3.200 m² eingerichtet. Noch 2017 wird auf dem Dach des Air Cargo Centers auf einer Fläche von rund 5.000 m² eine der größten Photovoltaikeinrichtungen Österreichs in Betrieb genommen werden. Auch in der Vienna Airport Region – ein Zusammenschluss von Flughafen Wien und seinen Umlandgemeinden sowie großen Unternehmen der Region – wird eine nachhaltige Entwicklung forciert und die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie geschaffen. So vergibt der Airport ein Baurecht auf ein Grundstück von rund 2.500 m² zur Errichtung der Biomasseanlage „Naturwärme für die Vienna Airport Region“.

Daten und Leistungen der EVN


Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt. Mit einem Einsatz von rund 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben. Damit ist dieser Energieträger CO2-neutral.
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