Simmering
79A/B werden verlängert

Bezirksvize Steinhart (Mitte) bei der Anrainer-Kundgebung.
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  • Foto: Farajpoory
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Nach einem SPÖ-Antrag gibt es Neuigkeiten beim Simmeringer Busverkehr. Doch es hagelt auch Kritik.

SIMMERING. Die Wiener Linien bauen das Busnetz in Simmering weiter aus. Mit Ende der Weihnachtsferien 2019/2020 werden die Strecken der Buslinien 79A und 79B entlang der Dreherstraße verlängert. Ab 7. Jänner 2020 fahren alle Busse, die bis dahin zur Haltestelle Kaiserebersdorf, Münnichplatz geführt wurden, über die Dreherstraße und Hoefftgasse zurück über die Etrichstraße bis zur Haltestelle Kaiserebersdorf, Zinnergasse.

Für die Anrainer ergibt sich die Möglichkeit, bei den zwei zusätzlichen Haltestellen Dreherstraße/Valiergasse und Kaiserebersdorf/Dreherstraße umzusteigen. Die Linien 79A und 79B halten auch die Haltestellen Hoefftgasse und Valiergasse ein und behalten ihre Fahrpläne auch nach der Streckenverlängerung.

600 Unterschriften

Die verlängerten Linien sind in der Dreherstraße an Werktagen von Montag bis Freitag zwischen ca. 5.30 Uhr und ca. 22.00 Uhr unterwegs, an Samstagen von ca. 7 Uhr bis ca. 20.30 Uhr. „Die SPÖ Simmering hat über ein Jahr gekämpft. Es freut mich sehr, dass es nun gelungen ist dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen“, sagt Bezirksvize Thomas Steinhart. Der Antrag der SPÖ wurde im März 2018 eingebracht (die bz berichtete) und einstimmig angenommen. Zunächst hieß es jedoch von den Wiener Linien, das Fahrgastaufkommen sei für eine Verlängerung zu gering. "Es ist interessant, dass es erst dann umgesetzt wird, wenn es die SPÖ einbringt", sagt ÖVP-Klubobmann Wolfgang Kieslich. "Wir haben damals über 600 Unterschriften für den 71A gesammelt", ergänzt Leopold Prochazka (ÖVP). "Die jetzige Lösung erfüllt nur einen minimalen Teil der Versorgung."

Kritik an Wiener Linien

"Wir begrüßen jeden Öffi-Ausbau, aber damals ging es nicht und jetzt doch?", fragt sich Alexander Ries-Schweitzer (Neos). "Für Kaiserebersdorf muss bei den öffentlichen Verkehrsmitteln generell mehr gehen", sagt Andreas Fritsch (Grüne). Er fordert den Viertelstundentakt der S7 und eine Straßenbahnverlängerung bis Schwechat. "Die Busverlängerung ist gut", sagt er. "Doch dass es zuerst heißt, es ist nicht wirtschaftlich und bei der SPÖ doch geht, beschädigt die Glaubwürdigkeit der Wiener Linien".

Diese sehen das anders. "Wir haben ständig das gesamte Netz im Auge. Wenn wir merken, die Fahrgäste brauchen Alternativen, bieten wir diese. Das ist jetzt der Fall", sagt Sprecherin Barbara Pertl.
Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) möchte sich die Streckenführung genauer ansehen. "Eigentlich sollte der Bus über die Sängergasse geführt werden. Aber es ist besser als gar nichts."

Bezirksvize Steinhart (Mitte) bei der Anrainer-Kundgebung.
Die Busse 79A und 79B sollen ab 2020 verlängert werden. Freude bei der SPÖ, Veränderungen bei den anderen Parteien.

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