Förderung ausgelaufen
Biomassekraftwerk in Simmering stillgelegt

Das Wald-Biomassekraftwerk steht seit Mittwoch, 31. Juli, 22 Uhr vorübergehend still.
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  • Das Wald-Biomassekraftwerk steht seit Mittwoch, 31. Juli, 22 Uhr vorübergehend still.
  • Foto: Drako Santander
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Vorübergehend stillgelegt wurde das Wald-Biomassekraftwerk in Simmering. Der Grund: Uneinigkeit der Politik und damit fehlende finanzielle Förderungen. 

SIMMERING. Das Wald-Biomassekraftwerk zählt zu den effizientesten und umweltfreundlichsten Biomassekraftwerken Österreichs. Doch steht es seit Mittwoch, 31. Juli, 22 Uhr still. 

Grund für die vorübergehende Stilllegung sind fehlende Förderungsgelder, denn hat die ehemalige türkis-blaue Bundesregierung auf Bundesebene keine Nachfolgeregelung des Ökostromgesetzes für feste Biomasse beschlossen. Zuletzt war die Anlage nur wirtschaftlich, weil der Betreiber Wien Energie rund zehn Cent pro Kilowattstunde Förderungen erhielt.

Bereits im Februar wurde bekannt, dass das Biomassekraftwerk mit Ende Juli stillgelegt werden könnte – die bz berichtete (direkt hier nachzulesen). Laut Wien-Energie seien durch die Stilllegung keine Arbeitsplätze gefährdet.


Politik schiebt sich Schuld gegenseitig zu

Das Herunterfahren des Kraftwerks würde eine "rot-grüne Klima-Scheinheiligkeit entlarven", so FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp. Er schiebt die Schuld auf die Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ), denn habe diese eine zeitgerechte Fortsetzung der Finanzierung verabsäumt.

Laut Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sei hingegen der ehemaligen Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) verantwortlich. „Die vorübergehende Abschaltung des Biomassekraftwerks in Simmering ist Ex-Bundesministerin Köstinger mit ihrem Biomasse-Schlamassel zu verdanken“, so Sima. „Dass die Ex-Ministerin nun ihr eigenes Versagen der Stadt Wien in die Schuhe schieben möchte, ist eine Frechheit“, ergänzt die Stadträtin.

Laut Sima wollte die SPÖ mit der damaligen türkis-blauen Bundesregierung stets eine tragfähige Lösung für die Biomasseförderung finden. Doch seien Gespräche mit Ex-Ministerin Köstinger abgelehnt werden.

Nun arbeitet die Stadt Wien  mit Hochdruck an dem Landesgesetz zur Biomasseförderung, das laut Sima noch im Sommer fertiggestellt werden soll. Das Ziel: Das Simmeringer Biomassekraftwerk so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.

Energie und Strom aus Holz

Bis dato wurden im Biomassekraftwerk Holz-Hackschnitzel aus Wäldern rund um Wien verbrannt. Mit der gewonnen Energie wurden 48.000 Haushalte mit Strom sowie 12.000 Haushalte mit Wärme versorgt.

Laut Wien Energie wurden durch das Kraftwerk jährlich rund 144.000 Tonnen CO2 eingespart. Bereits 1902 lieferte das Simmeringer Kraftwerk erstmals Strom.

Mehr Infos über das Simmeringer Kraftwerk gibt es direkt hier nachzulesen.

Das Wald-Biomassekraftwerk steht seit Mittwoch, 31. Juli, 22 Uhr vorübergehend still.
Laut Wien Energie wurden durch das Kraftwerk jährlich rund 144.000 Tonnen CO2 eingespart.
Autor:

Kathrin Klemm aus Leopoldstadt

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