Huma Eleven in Simmering
Das Airtaxi hebt ab (mit Video!)

Stephan Kalteis geht beim Airtaxi an Bord.
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Im Huma Eleven in der Landwehrstraße 6 kann man noch bis 15. Februar ein echtes Airtaxi besichtigen.

SIMMERING. "Unser Airtaxi hat 16 Motoren - es bleibt aber auch mit 12 noch flugtauglich", versichert Andreas Perotti von der Entwicklerfirma FACC, während er einen der Propeller aus Kohlefaser mit der Hand so verdreht, das er zur Passagierkabine durchgehen kann. "360 Kilo wiegt das Flugtaxi abhebebereit ohne Passagiere. Beide Sitzplätze sind bereit für Fluggäste, denn Piloten gibt es ja keinen." Das Flugtaxi wird mittels Künstlicher Intelligenz autonom vom Computer mithilfe von Hilfssystemen wie GPS oder Handynetzen gesteuert. So schließt man einerseits die potenzielle Fehlerquelle "Menschliches Versagen" aus, und kann die volle Zuladung für Passagiere nützen.

Das im Huma-Eleven-Einkaufszentrum in der Simmeringer Landwehrstraße 6 ausgestellte Airtaxi ist zwar flugtauglich, darf aber noch nicht abheben: "Noch fehlt die Zulassung der Austro Control, aus dem einfachen Grund, weil noch nicht klar ist, unter welche Kategorie von Fluggeräten das Flugtaxi fällt: Hubschrauber ist es keiner, normales Flugzeug aber natürlich auch nicht. Wir rechnen aber noch in diesem Jahr mit der Zulassung als Experimental-Flugzeug." Beim Einsteigen ist Gelenkigkeit gefragt - möglicherweise ein Symptom davon, dass eine der Herstellerfirmen aus Japan kommt: "Allzu groß darf man nicht sein, sonst wird's eng", schmunzelt Stephan Kalteis, der Leiter vom Huma Eleven.

Das Airtaxi fliegt flüsterleise

Ob das Flugtaxi, das im Grunde eine etwas groß geratene Drohne ist, im Betrieb sehr laut ist? "Im Gegenteil, dieses Vorserienmodell haben wir mit 85 Dezibel gemessen. Das ist so laut wie ein Lastwagen - und damit wesentlich leiser, als etwa ein Hubschrauber", versichert Perotti. "Das Serienmodell wird noch um ein paar Dezibel leiser werden." Die Akkus befinden sich unter den Sitzen und sind, genauso wie die Propeller, mehrfach gegen Ausfälle abgesichert.

Bei der Entwicklung haben sich zwei Spezialfirmen ergänzt: "EHang ist ein Software-Entwickler, der auf autonomes Fliegen spezialisiert ist. Die FACC hingegen brachte das Luftfahrt-Know how in die Entwicklung ein, nahm also etwa Gewicht heraus und kümmerte sich um die Aerodynamik."
Im tatsächlichen Betrieb hat das Flugtaxi einige Vorteile, speziell gegenüber Hubschraubern: "Die Propeller sind wesentlich weiter unten montiert, darum ist der Bodeneffekt wesentlich größer. Das heißt, das Flugtaxi erzeugt in Bodennähe viel weniger Downstream, also Wind. Und natürlich die geringere Lautstärke - unser Flugtaxi hört man in 50 Metern Höhe gar nicht mehr."

Ein Ferrari geht in die Luft

Wann das Fluggerät genau in Serienproduktion geht, kann man noch nicht sagen - man rechnet aber mit einem Preis von "rund 300.000 Euro", so Perotti - etwa so viel wie ein Ferrari. "Dazu kommen wesentlich niedrigere Betriebskosten, als bei Hubschraubern oder Flugzeugen, weil die 16 Elektromotoren sehr selten gewartet werden müssen."

Grundsätzlich ist das Airtaxi als "Hubschrauber, der mittels Technologie leistbar für alle ist", gedacht. Gebraucht werden dafür aber noch Betreiber, die sich um den laufenden Betrieb kümmern. Kann man sich bei Huma-Eleven das vorstellen? "Sicherlich, das hat viele Vorteile für uns: Wenn mehr Kunden mit dem Flugtaxi zu uns kommen, sparen wir Platz für Parkplätze - und haben mehr Geschäftsfläche zur Verfügung!", schmunzelt Kalteis.

Das Airtaxi landet in Simmering

Das Airtaxi kann man im Simmeringer Einkaufszentrum Huma Eleven in der Landwehrstraße 6 an folgenden Tagen besichtigen:

Freitag, 14. Februar: von 13 bis 19 Uhr
Samstag, 15. Februar: von 9 bis 18 Uhr

Stephan Kalteis geht beim Airtaxi an Bord.
Andreas Perotti und Stephan Kalteis sind vom Airtaxi begeistert.
Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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