Nachbarschaftshilfe in Krisenzeiten
"In Simmering halt ma zam!"

Nach Hilfsaktionen im Sommer startet die Initiative „Better together in Simmering“ in den Winter.
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  • Nach Hilfsaktionen im Sommer startet die Initiative „Better together in Simmering“ in den Winter.
  • Foto: Better together in Simmering
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In Krisenzeiten sind die Bewohner im Elften füreinander da – das zeigt die Initiative „Better together in Simmering“.

SIMMERING. Zu Beginn der Coronakrise hat sich rasch gezeigt: Aufgrund der Pandemie sind viele Menschen aus unterschiedlichsten Gründen auf Unterstützung angewiesen. Im Zuge des ersten Lockdowns haben sich im 11. Bezirk rasch engagierte Leute zusammengefunden und unter dem Motto „In Simmering halt ma zam“ eine Initiative insLeben gerufen.

„Wir sind circa 45 Leute. Das Ziel war, dass jeder in seinem Grätzel Hilfe anbieten kann und der ganze Bezirk gut abgedeckt ist“, erzählt Ava Farajpoory, ein Mitglied der Gruppe. Angesichts des zweiten Lockdowns ist die Better-together-Gruppe gerade dabei, die Initiative wieder zum Leben zu erwecken. „Wir waren im ersten Lockdown da und wollen zeigen, dass wir auch weiterhin da sind und Simmering das gemeinsam übersteht“, so Farajpoory.

Bereits im Sommer konnten vielen Simmeringern durch die Initiative geholfen werden.
  • Bereits im Sommer konnten vielen Simmeringern durch die Initiative geholfen werden.
  • Foto: Better together in Simmering
  • hochgeladen von Hannah Maier

So geht Nachbarschaftshilfe

Die Initiative entstand durch das Engagement von Privatpersonen und wurde von der Volkshilfe Simmering, der Jungen Generation Simmering sowie von Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) unterstützt, arbeitet aber überparteilich. Im Frühjahr sammelte die Better-together-Gruppe Lebensmittel, die sie in Sackerln für Bedürftige an „Gabenzäune“ hängte. Die Helfer gingen einkaufen für die, die das Haus nicht verlassen durften und stärkten den Zusammenhalt zwischen Jung und Alt: Bewohner des Hauses Haidehof nähten für Maturantinnen und Maturanten Mund-Nasen-Schutzmasken.

Die engagierten Mitglieder möchten bald wieder mit einer „Postkasterlwurfaktion“ starten. „Wir werden versuchen, wie im ersten Lockdown fast 30.000 Flyer zu verteilen, damit die Bevölkerung weiß, dass es diese Hilfe gibt“, so Farajpoory. Wie man den Simmeringern diesmal zur Seite stehen will? Dazu gibt es viele Ideen: Man will das Erledigen von Einkäufen anbieten sowie Telefongespräche für Menschen, die sich einsam fühlen.

Für Weihnachten plant die Gruppe eine Laptop-Spendenaktion. Vor allem Schülerinnen und Schüler im Homeschooling sollen so unterstützt werden. Aber auch die Sorgen der Eltern will man während der Krise nicht aus den Augen lassen: „Vor allem Alleinerziehende sind mit Homeoffice und dem Homeschooling ihrer Kinder überfordert. Denen wollen wir Unterstützung bieten, indem wir mit den Kindern auf Spielplätze gehen oder mit ihnen für die Schule lernen“, berichtet Farajpoory.

Im Grunde geht es bei der Initiative darum, dass die Nachbarschaftshilfe erhalten bleibt. „Corona wird vermutlich hoffentlich irgendwann enden, aber wir als Initiative wünschen uns, dass der Zusammenhalt in der Bevölkerung wie das Füreinanderdasein erhalten bleibt“, so Farajpoory abschließend.

Zur Sache
Wer Unterstützung oder jemanden zum Reden braucht, kann sich telefonisch oder per SMS unter 0676/ 55 16 725 an die Mitglieder wenden. Auch wer bei der Initiative mitmachen will, kann sich hier melden.

Nach Hilfsaktionen im Sommer startet die Initiative „Better together in Simmering“ in den Winter.
Bereits im Sommer konnten vielen Simmeringern durch die Initiative geholfen werden.

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