Schulstraße Simmering
Mehr Sicherheit für Schüler

Vor der Volksschule Rosa Jochmann wird es ab Schulbeginn eine Schulstraße geben – für mehr Sicherheit.
  • Vor der Volksschule Rosa Jochmann wird es ab Schulbeginn eine Schulstraße geben – für mehr Sicherheit.
  • Foto: Sissy Faast
  • hochgeladen von Sophie Brandl

Vor der Volksschule in der Fuchsröhrenstraße entsteht im September die erste Schulstraße Simmerings.

SIMMERING. In der Früh kann es vor der Schule oft hektisch zugehen: Autos halten oder parken in zweiter Spur, Kinder laufen zwischen den Autos durch. Häufig entstehen so gefährliche Situationen.

Sogenannte Schulstraßen sind eine Maßnahme, um den Autoverkehr vor der Schule zu reduzieren und die Sicherheit für Kinder zu erhöhen. In der Schulstraße gilt ein temporäres Fahrverbot für 30 Minuten vor Schulbeginn. Das Fahrverbot gilt für alle Kraftfahrzeuge, das Radfahren ist weiterhin möglich. Auch für Anrainer ist das Zu- und Ausfahren verboten. Neben einer Fahrverbotstafel wird eine physische Absperrung, etwa ein Scherengitter, eingerichtet. Im Herbst wurde erfolgreich ein Pilotversuch in der Leopoldstadt durchgeführt. Nun bekommt auch Simmering in der Fuchsröhrenstraße eine Schulstraße.

Pilotprojekt am Nachmittag

"Wir haben schon viel versucht, auch Schülerlotsen hier gehabt", erinnert sich die Direktorin der Ganztagesvolksschule Rosa Jochmann, Alexandra Dostal. "Wir haben keinen richtigen Vorplatz, es ist sehr gefährlich, denn viele Eltern wollen die Kinder bis vor die Schule bringen und dann herrscht Verkehrschaos." Die Direktorin wünscht sich mehr Sicherheit für die Schüler und freut sich deshalb umso mehr über die anstehende Maßnahme. Ab der zweiten Septemberwoche gilt das Fahrverbot jeweils von 7.30 bis 8 Uhr sowie von 15.30 bis 16 Uhr. Bei Letzterem handelt es sich um ein Pilotprojekt – eine Schulstraße am Nachmittag, das gab es bisher noch nirgends. "Uns war das sehr wichtig", sagt Dostal. "Denn um 15.40 Uhr stürmen 300 Kinder praktisch gleichzeitig aus der Schule." Bevor es zur Entscheidung für die Rosa-Jochmann-Schule kam, wurden einige mögliche Standorte überprüft.

"Für so ein Projekt müssen alle mithelfen. Die Rosa-Jochmann-Schule war die einzige, die allem zugestimmt hat", erklärt Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ). Auch er freut sich über das Projekt. "Ich bin immer offen für Neues. Jetzt werden wir evaluieren, ob es den erwünschten Effekt bringt". Die Scherengitter werden vom Bezirk zur Verfügung gestellt, das Hin- und Wegräumen übernimmt die Schule. "Wir helfen alle zusammen – aber die Hauptverantwortung liegt natürlich bei mir", erklärt die Direktorin.

Wir werden evaluieren, ob die Schulstraße auch den erwünschten Effekt bringt. - Paul Stadler, FP-Bezirkschef

Petra Jens, Beauftragte für Fußverkehr und Initiatorin der Schulstraßen in Wien, setzt sich für Schulstraßen in der Stadt ein. „Sie sind eine Maßnahme, die für mehr Sicherheit auf dem Schulweg sorgt. Positiver Nebeneffekt: die Kinder kommen mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule."
Die Maßnahme kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie von der Schule, dem Elternverein und dem Bezirk unterstützt wird. Die Mobilitätsagentur unterstützt bei der Beratung und Information. Infos: www.mobilitaetsagentur.at

Autor:

Yvonne Brandstetter aus Penzing

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