Kalte Heime
Was man bisher über den Fernwärmeausfall in Simmering weiß

Vergangene Woche hatte ein Leck in einer Primärleitung die Versorgung von Simmering gekappt.   | Foto: Johannes Zinner/Wien Energie
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  • Vergangene Woche hatte ein Leck in einer Primärleitung die Versorgung von Simmering gekappt.
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Mittlerweile ist das Leck an der Fernwärmeleitung in Simmering behoben, die rund 25.000 Haushalte sollten bei den niedrigen Temperaturen wieder ihr Zuhause wärmen können. Nach wie vor bleiben jedoch Fragen offen, schließlich gab es auch am Wochenende noch Meldungen von lauwarmen Wasserleitungen und kalten Heizkörpern. Eine Taskforce sei an der "umfassenden Ursachensuche" dran. 

WIEN/SIMMERING. In der Nacht auf den 19. November brach die Fernwärmeversorgung von rund 25.000 Haushalten in Simmering ab. Bei den Wiener Netzen hatte man einen Druck- und Temperaturabfall in einer sogenannten Primärleitung festgestellt. Die daraufhin eingeleitete Fehleranalyse konnte noch am selben Tag den möglichen Schadensbereich auf einen rund 140 Meter langen Bereich auf der Kaiserebersdorfer Straßer eingrenzen.

Insgesamt kommt das betroffene Rohr auf eine Länge von acht Kilometern. Exakt konnte das Leck schlussendlich ein kleiner Roboter, der die unterirdische Leitung absuchte, lokalisieren. Mittels Umleitungen in dem verzweigten Fernwärmenetz waren zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 80 Prozent der betroffenen Haushalte versorgt. 

Alle verfügbaren Kräfte waren im Einsatz

Vergangenen Freitagmittag vermeldeten die Wiener Netze das Problem als gelöst, alle 25.000 Haushalte könnten nun wieder mit Wärme versorgt werden. Dabei benötigte es allerdings Unterstützung von mobilen Anlagen, welche rund 5.000 Betroffene warmhielten. Auch Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) organisierte ab Donnerstag bis zum Sonntag, 30. November, alternative Aufwärmmöglichkeiten in der OMS Florian-Hedorferstraße und dem Simmeringer Bad. 

Mittels mobilen Anlagen wurden rund 5.000 Haushalte am Wochenende noch versorgt.  | Foto: Johannes Zinner/Wien Energie
  • Mittels mobilen Anlagen wurden rund 5.000 Haushalte am Wochenende noch versorgt.
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Zuvor benötigte es "Grabungs- und Reparaturarbeiten aller verfügbaren Kräfte", eine eigens eingerichtete Task-Force aus Fernwärme-Expertinnen und -Experten von Wien Energie sowie Netzexpertinnen - und Experten der Wiener Netze koordinierte von Anfang die Wiederherstellung der Versorgung für Simmering, wie es von den Wiener Netzen heißt. 

Entwarnung trotz kalten Leitungen

Trotz allem rissen die Meldungen in den sozialen Medien nicht ab, viele berichteten von lauwarmen Wasserleitungen oder kalten Heizkörpern. Wie passt das mit der "Entwarnung" der Wiener Netze am Freitag zusammen? Wie ein Unternehmenssprecher erklärt, hängen die vereinzelten Ausfälle nicht mit dem Gebrechen an der Fernwärmeleitung zusammen. 

Zunächst benötigt die Technologie etwas, um wieder in die Gänge zu kommen. Hauptsächlich liege die Ursache allerdings an den einzelnen "Abnahmestellen" bei den Häusern in Simmering. Zu Beginn der Heizsaison, wie es Mitte November nun mal der Fall ist, würden dabei immer wieder kleinere Gebrechen bei den kleineren Anlagen auftreten.

"Komplexe Angelegenheit"

"Fernwärmetechnikerinnen und -techniker von Wiener Netze und Wien Energie sind im 24/7-Einsatz und haben über das Wochenende auch diese Einschränkungen behoben", so der Sprecher. Wien Energie hätte zudem persönliche Hausbesuche in Simmering durchgeführt, um "weitere mögliche Mängel oder Versorgungsprobleme zu identifizieren." Betroffene können sich jederzeit telefonisch unter 0800 500 751 bei der Störungshotline melden. 

Nach wie vor sind die Spuren der Grabungen auf der Kaiserebersdorfer Straße zu sehen.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
  • Nach wie vor sind die Spuren der Grabungen auf der Kaiserebersdorfer Straße zu sehen.
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Nach der Lösung des Problems stehe die Task-Force nun vor der "umfassenden Ursachensuche". Dies würde noch eine Zeit lang dauern, es müssten verschiedene Thesen der Expertinnen und Experten nachgegangen werden. Es ist jedenfalls eine "komplexe Angelegenheit", heißt es abschließend.

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Mittels mobilen Anlagen wurden rund 5.000 Haushalte am Wochenende noch versorgt.  | Foto: Johannes Zinner/Wien Energie
Alle verfügbaren Kräfte waren mit "Grabungs- und Reparaturarbeiten" beschäftigt.   | Foto: Johannes Zinner/Wien Energie
Nach wie vor sind die Spuren der Grabungen auf der Kaiserebersdorfer Straße zu sehen.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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