NEUE WERTE FÜR ÖSTERREICH!

Mitarbeiterbeteiligung
 Gesundheitssystem privatisieren
 Gewerkschaften abschaffen
 Betriebsräte verbieten
 Kanadische Zustände

Mit dem ersten Punkt glaubt Onkel Frank die Arbeitnehmer auf seine Seite ziehen zu können. Was ihm teilweise auch gelingt. So denkt doch nicht wirklich jemand, dass man auch an Verlusten beteiligt wird. In einer Parlamentsdebatte entzauberte Frau Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein Onkel Franks Mitarbeiterbeteiligung. Sie holte Erkundigungen ein und siehe da, es kam dabei heraus, dass die Magna Holding im Jahre 2011 ganze 13 Euro Dividende nach allen Abzügen zahlte. Der nächste Trick jedoch - die Aktien von Magna, natürlich liegen diese in einem Wertpapierdepot der Unikredit Bank Austria, weil es die AG so will. Die Arbeitnehmer haben auf die 13 Euro somit keinen Zugriff (lt. Dr. Belakowitsch-Jenewein - Parlamentsdebatte)

SOZIAL FRANK - UNBESTECHLICH FRANK - AUFRICHTIG FRANK

Der zweite Punkt betrifft wieder die Arbeitnehmer. So ist laut Onkel Frank eine private Krankenversorgung billiger und effizienter. Ja klar, wenn man das nötige Kleingeld hat. Also wer möchte in unserem Land Amerikanische Gesundheitspolitik? So SOZIAL ist Onkel Frank und er hat es drüben gelernt.

Onkel Frank aus Kanada

Der von Stronach gegründete Autozulieferkonzern "Magna International" stand im Jahr 1988 kurz vor der Pleite. Eine zu schnelle Expansion sowie eine Krise in der Automobilbranche hatten zu einem Schuldenberg in Höhe von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro geführt. Die Bank of Nova Scotia, wollte Stronach durch einen Sanierungsexperten ersetzen. Aber dann geschah Wundersames. Der kanadische Handelsminister Edward C. Lumley, den Stronach zuvor unterstützte, rief Nova- Scotia-Chef Cedric Ritschie an und auf dessen Intervention wurden die Kredite nicht fällig gestellt - Stronach konnte bleiben.

Nordamerikanischer Autopakt

Stronach hat demnach seinen Aufstieg eher staatlichen Dirigismus zu verdanken. Denn der 1965 zwischen Kanada und den USA geschlossene Nordamerikanische Autopakt bestimmt unter anderem, dass jedes von US-Unternehmen in Kanada gebaute Fahrzeuge 60 Prozent in Kanada hergestellte Teile enthalten muss. Ein Glücksfall für Stronach, der heute "ein marktwirtschaftliches System mit Wettbewerb und freiem Unternehmertum" einführen will.

Stronach`s Seilschaften

Zu Stronachs Seilschaften zählten der Premier von Ontario Ernie Eves und dessen Finanzminister Janet Ecker und Handelsminister Edward C. Lumley. Für landesweites Aufsehen - und noch mehr Kopfschütteln - sorgten die beiden konservativen Politiker, als sie 2003 das Budget des Bundesstaates bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz im MAGNA - Hauptquartier vorstellten - anstatt, wie üblich, im Regionalparlament in Toronto.

Als Politiker in Kanada gescheitert

1988 wollte Stronach auch in Kanada Politik machen. Er kandidierte im Wahlkreis York - Simcoe für die Liberale Partei Kanadas und bewarb sich um einen Parlamentssitz mit dem Slogan "Let`s be Frank" und unterlag klar seinem weitgehend unbekannten Gegenkandidaten, dem Optiker John Cole von den Konservativen.

Ohne Vranitzky hätte es Stronach in Österreich nicht geschafft

Bis heute ist nicht feststellbar, wieviel Stronach für Steyr gezahlt hat. Die Politik an den Schlüsselstellen waren damals Bundeskanzler Franz Vranitzky und der für die Verstaatlichte zuständige Infrastrukturminister Rudolf Streicher. Ist es wirklich purer Zufall, dass beide unmittelbar nach ihrem Abgang aus der Politik im Magna - Aufsichtsrat ihr Ausgedinge fanden? 1998 ging es um eine österreichische Institution, Steyr Daimler Puch. Beim verbliebenen Filetstück, der Steyr-Fahrzeug- bzw. Antriebstechnik kam schließlich Stronach zum Zug.

Bis heute ist der tatsächliche Kaufpreis nicht feststellbar

Hannes Androsch, der als CA - Generaldirektor den Konzern seinerzeit mit öffentlichen Geldern saniert hatte, legte ein Offert mit vier Milliarden Schilling, kam aber nicht zum Zug, weil die CA laut Generaldirektor Hampel Steyr bereits verkauft hatte, bevor ein Angebot eingelangt war. Zum Zeitpunkt des Verkaufs war Vranitzky bereits Magna-Aufsichtsrat, Streicher stand an der Spitze der ÖIAG, und Gerhard Randa, Generaldirektor der Bank Austria, saß im Aufsichtsrat der CA. Es ist nicht schwer zu erraten, wo Randa nach seinem Abgang aus der Bankenwelt landete - im Aufsichtsrat von Magna. Somit ist sichergestellt, dass Frank Stronach sicherlich nicht das Wohl jeden Österreichers am Herzen liegt, nein, er kauft sich was ihm gefällt und mit was er gerade spielen mag. Sei es Staatsunternehmen billigst zu übernehmen, den Betriebsat auszuschalten um die Arbeitnehmer maximal ausnützen zu können. Frank Stronach interessiert kein Arbeitsverfassungsgesetz und er gab in einer Zentrum Diskussion auch zu, dieses nie gelesen zu haben oder es lesen zu wollen. Die Betriebsräte und Gewerkschaften müssen einfach weg, damit Frank billige und willige Arbeiterinnen und Arbeiter zur Verfügung stehen.

Ob Unternehmen, Fußballclubs oder Bundesliga selbst, alles wird einfach gekauft weil Onkel Frank ein neues Spielzeug braucht.

Nachdem Onkel Frank sich als Unternehmer zurückzog und ihm auch die Bundesliga zu fad wurde (weil erfolglos geblieben), kaufte sich Onkel Frank nun ein paar Politiker zusammen, da er doch nicht Unterschriften sammeln geht. Frank Stronach greift doch lieber einmal mehr ins volle Geldbörserl. Ein AMS für erfolglose und bald arbeitslose Politiker ist er, für abgehalfterte BZÖ Politiker, die auf einmal "WERTE" gefunden haben. Diese haben eher einen "WERT" gefunden und das sind über 8.000 Euro 14 mal pro Jahr - und vielleicht auch ein fettes Spesenkonto von Frank Stronach. Für diese Politiker mit "Werten" ist der amerikanische Traum wahr geworden, jedoch kann er für uns Arbeitnehmer zum Alptraum werden.

Unbestechlich Frank, jedoch bestechend.

Alfred Krenek
Betriebsrat der Freiheitlichen Arbeitnehmer -FA

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