Simmeringer Glaubenskirche:
Konfirmation unter freiem Himmel
- Gruppenbild mit Abstand. Während der Konfirmation selbst waren MNS-Masken angesagt
- hochgeladen von Christian Buchar
Ohne Corona-Sicherheitsmaßnahmen ging es zwar nicht, aber das Wetter hat hervorragend gehalten: Die Simmeringer Glaubenskirche feierte Konfirmation heuer unter freiem Himmel.
Insgesamt sechs junge Damen und drei junge Herren der evangelischen Pfarrgemeinde Simmering bekräftigten nach einer intensiven Vorbereitung bei der Konfirmation am 4. Oktober ihren Glauben – im Freien, direkt vor der Heilandskirche auf dem evangelischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs. Mit der Konfirmation sind die Jugendlichen nun vollberechtigte Mitglieder der evangelischen Kirche, die ihre Gemeindevertretung und ihre Pfarrerin oder ihren Pfarrer wählen und auch Taufpate werden dürfen. „Gott ist da. Ich werde nicht alleine sein. Ich darf an ihn glauben. Ich darf an mich glauben“, in welcher Situation man sich auch immer befinde, lautete die zentrale Predigt-Botschaft von Clarissa Breu an die Jugendlichen. Breu zeichnete als damalige Pfarramtskandidatin in der Glaubenskirche auch für die intensive Vorbereitung der Jugendlichen auf die Konfirmation verantwortlich. Die Konfirmation selbst wurde von Breu gemeinsam mit Glaubenskirchen-Pfarrerin Anna Kampl durchgeführt. „Besonders wichtig war es uns, einen Weg zu finden, dass die Konfirmationsfamilien und die Gemeinde angstfrei und sicher gemeinsam feiern können“, so Kampl.
Gewitter sorgt für Nervosität
Das Aufatmen, dass es diesmal mit der Konfirmation geklappt hat, war zu jeder Phase spürbar. Der ursprünglich geplante Termin im Mai fiel den Corona-Maßnahmen zum Opfer. Jetzt sorgten am Vorabend noch heftige Gewitter für Nervosität. Bei der Konfirmation selbst war freilich nur mehr der Boden ein wenig feucht, der Sturm hatte sich gelegt, die Sonne sorgte zunehmend für Wärme auf dem Platz vor der Heilandskirche und trug zur besonderen Atmosphäre bei. Bei Schlechtwetter hätte die Konfirmation gemäß dem Corona-Sicherheitskonzept der Pfarrgemeinde in drei Tranchen zu je drei Konfirmanden in der Glaubenskirche in der Braunhubergasse stattgefunden.
Striktes Sicherheitskonzept
Aber auch im Freien wurde auf klare Sicherheitsmaßnahmen geachtet. Jeder Konfirmand konnte lediglich acht Gäste zur Feier mitbringen, auch die Plätze für die Gemeindemitglieder waren zahlenmäßig beschränkt. Für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer an der Feier war ein fixer Sitzplatz mit entsprechenden Sicherheitsabständen reserviert. Während des gesamten Gottesdienstes herrschte Maskenpflicht. Auf ein Abendmahl wurde wegen Corona verzichtet. Kuratorin-Stellvertreter Christian Buchar, der das Sicherheitskonzept für die Konfirmation maßgeblich mitentwickelt hat, betonte, „dass solche Einschränkungen bei einer Feier wie der Konfirmation natürlich für niemanden angenehm sind. Aber es ist einfach eine Frage der Fairness und der Verantwortung für andere und sich selbst, sich auch bei solchen besonderen Anlässen an Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu halten“.
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