Nonstop – Extreme auf dem Rad

Vorbereitung auf eine anspruchsvolle Saison
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  • hochgeladen von Claudia Misch

Am 12.Mai startet die Saison der Ultraradsportszene mit dem Race Around Slovenia. Hierbei gilt es 1.200km und 13.000 Höhenmeter nonstop auf dem Rad zurückzulegen. Pausen gehen zu Lasten des Teilnehmers, denn die Uhr läuft vom Start bis ins Ziel erbarmungslos weiter. Zwischen 500 und 700km legen die Teilnehmer des Solo-Bewerbes, der Königsdisziplin in der die gesamte Strecke alleine absolviert werden muss, täglich zurück. Dabei ist das Fahren im Windschatten eines Konkurrenten ausnahmslos verboten, jeder muss sich den oft widrigen Bedingungen (häufig Dauerregen, nächtliche Temperaturen um 0°C) alleine stellen. Neben der enormen Kilometerleistung stellt auch die Navigation eine große Herausforderung für die Teilnehmer und deren Betreuerteams dar, denn die Strecken sind meist nicht gekennzeichnet.

In Slowenien mit dabei ist auch der gebürtige Simmeringer David Misch, die Vorbereitungen auf das Rennen laufen schon jetzt auf Hochtouren. Neben den durchschnittlich 700 Trainingskilometern in der Woche auf Rennrad, Mountainbike oder Ergometer ist auch das „Drumherum“ nicht zu unterschätzen. Die Suche nach Betreuern (immerhin 4-8 Personen je nach Renndauer), die Organisation eines Begleitautos (idealerweise ein Kleinbus) und die Auswahl des Equipments spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Schließlich können kleine Details wie ein nicht haargenau passender Sattel oder eine unverträgliche Nahrungsergänzung nach 40 Stunden nonstop auf dem Rad im schlimmsten Fall das Ende des Rennens bedeuten. Gerade aufgrund des hohen Aufwands im Vorfeld eines Langdistanzrennens halten sich auch die Teilnehmerzahlen trotz immer größer werdenden Interesses bislang noch in Grenzen, selten treten mehr als 30 bis 50 Einzelstarter gegeneinander an. Belohnt wird allerdings jeder, der sich erfolgreich so einer Herausforderung stellt, mit einmaligen Eindrücken und Erfahrungen, die noch lange nach dem Erreichen des Ziels wirken. Die vollständige Regeneration dauert meist mehrere Wochen oder sogar Monate, vor allem die psychische Belastung während eines solchen Rennens ist enorm.

Für David Misch ist das Race Around Slovenia einer von zwei geplanten Saisonhöhepunkten, im August folgt dann das Race Around Austria, das mit 2.200km und 28.000 Höhenmetern bislang härteste Nonstop-Radrennen Europas. 2010 konnte der Simmeringer bereits Erfahrungen auf der Langdistanz sammeln, ein 9.Platz bei der Ultramarathon-Weltmeisterschaft (1.020km/15.800HM) sowie ein 3.Platz beim 24h-Rennen in Hitzendorf bei Graz (717km/6.500HM in 24h) lassen auf einen erfolgreichen Saisonverlauf hoffen.

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