26.11.2016, 00:00 Uhr

Mistplatz braucht Absperrung

"Stopp dem freien Zugang zu den Mülltonnen", fordert Mieterin Karin Heyde versperrbare Gitter. (Foto: Alfred K.)

Muhrhoferweg 7–11: Mülltouristen verärgern die Mieter der Gemeindewohnungen.

SIMMERING. Ein Auto mit Anhänger bleibt vor der Gemeindebau-Anlage am Muhrhoferweg stehen. Zwei Männer steigen aus und räumen den Unrat von ihrem Anhänger auf den Müllplatz. Als alles abgeladen ist, laufen die beiden zurück, steigen ein und fahren schnell weg.

"Das passiert hier ein paar Mal in der Woche", so Mieterin Karin Heyde.

Sperrmüll und übler Geruch

Nicht jedes Mal kommen Autos mit Anhänger, aber "Müll laden viele Menschen bei der Anlage für die Stiegen 7 bis 11 ab, die hier gar nicht wohnen", so die Simmeringerin.

Der Sperrmüll und der Dreck würden sich dann stapeln. "Das Ganze stinkt dann oft so sehr, dass man nicht einmal mehr die Fenster zum Lüften öffnen kann", so Heyde.
Eine Lösung hat die Mieterin auch schon bereit: Man müsse den Mistplatz einfach nur einhausen.

"Bei den anderen Plätzen in der Nachbarschaft ist das schon geschehen", so die Simmeringerin. "Nur bei uns ist das bislang noch nicht gemacht worden." Die meisten Mieter wären damit einverstanden, so Heyde. Sie versteht einfach nicht, warum am Muhrhoferweg auf den Stiegen 7–11 dies nicht möglich sei. Schließlich müssten ja die Mieter die Mehrkosten für die Entsorgung tragen, so Karin Heyde.

Kein Geld da

"Uns sind leider die Hände gebunden", so Renate Billeth von Wiener Wohnen. Laut Österreichischem Mietrechtsgesetz haben Erhaltungsmaßnahmen im Haus Vorrang vor Verbesserungsarbeiten.

"Die Einhausung von Müllplätzen sind Verbesserungsarbeiten", so Billeth. Da in der Anlage Muhrhoferweg 7–11 keine Hauptmietzinsreserven vorhanden seien, dürften diese Arbeiten gar nicht vorgenommen werden.

Täter bitte melden

Allerdings bittet Renate Billeth um Meldungen, wenn Mieter Mülltouristen beobachten: "Unter der Service-Nummer 05 75 75 75 können solche illegalen Ablagerungen jederzeit mitgeteilt werden." Von Vorteil sei es natürlich, wenn ein Foto gemacht und das Autokennzeichen notiert werde.

"Kann der Verursacher zweifelsfrei nachgewiesen werden, wird Wiener Wohnen diesem selbstverständlich die Entsorgungskosten verrechnen und auch vor einer Anzeige nicht zurückschrecken", so Billeth.
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der Aufzeiger aus Liesing | 26.11.2016 | 22:40   Melden
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