24.11.2017, 13:07 Uhr

Simmering ging um die Welt

Jeder Schritt zählte: Mit den Chips registrierten die Kinder an fixen Punkten die Wege, die sie zu Fuß zurückgelegt haben. (Foto: Christian Fürthner)

Das Bewegungsspiel „Beat the Street“ brachte spielerisch mehr Bewegung in den Alltag Simmeringer Kinder. Mehr als 80.000 Kilometer wurden in den letzten sechs Wochen gemeinsam zu Fuß zurückgelegt.

SIMMERING. Die Gesundheitsaktion "Beat the Street" startete mit dem Ziel, Kinder zu motivieren, mehr zu Fuß zu gehen. Zwölf Schulen und zwei Jugendzentren machten mit. Die Kleinen sollten auch die Großen motivieren, einen Chip zu lösen – und jeden gegangenen Meter zu registrieren. Ziel war es, durch mehr Bewegung zu einem gesünderen Leben zu kommen.

Und die Simmeringer Schüler waren begeistert: Rund 6.000 Kinder schafften mit ihren Eltern und Großeltern rund 80.000 Kilometer. Das ist in etwa der zweifache Umfang des Äquators!

Drei Gewinner

Die weitesten Wege legten die Schüler der Volksschule Molitorgasse, das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik am Herderpark und die Volksschule Fuchsröhrenstraße zurück. Sie erhielten jeweils 700 Euro für einen gemeinsamen Schulausflug.

Ganz bewusst wurde Simmering als Modellregion in Wien ausgesucht, da hier besonders wenige Wege zu Fuß zurückgelegt werden. "Ob sich etwas am Bewegungsverhalten der Simmeringer geändert hat, wird die Langzeitauswertung des Spieles zeigen", so Fußgängerbeauftragte Petra Jens.

Zitate

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: „Zu-Fuß-Gehen macht Freude und bringt die Menschen zusammen. Das Spiel „Beat the Street“ hat gezeigt, dass Zu-Fuß-Gehen weder eine Frage des Alters noch des Wohnortes ist. Besonders freue ich mich darüber, dass so viele Kinder ihre Eltern und Großeltern dazu gebracht haben, mit ihnen gemeinsam hinaus zu gehen.“

Petra Jens, Fußgängerbeauftragte: „ „Beat the Street" motiviert dazu, im Alltag häufiger zu Fuß zu gehen.“ Ganz bewusst wurde Simmering als eine jener Gegenden Wiens ausgewählt, wo besonders wenig Wege zu Fuß erledigt werden. „Ob sich daran etwas ändert, wird die Langzeit-Auswertung des Spieles zeigen. Denn im Zuge des Spieles wird anhand von Befragungen das Bewegungsverhalten der Beteiligten analysiert“, erklärt Petra Jens.

Was ist Beat the Street?

Beat the Street motiviert auf zeitgemäß spielerische Art zu mehr Bewegung. Zwischen 10. Oktober und 21. November wurde an Beat Boxen, die im Bezirk verteilt waren, Punkte gesammelt. Die Schulen haben Teams gebildet und gemeinsam gesammelt. Das Schöne daran: Freunde, Eltern und Großeltern haben die Kinder beim Punktesammeln unterstützt.

Spielerisch zu mehr Bewegung

Heinrich Himmer, Präsident des Stadtschulrat für Wien freut sich, über den Erfolg des Bewegungsspiels in seinem Heimatbezirk: „Regelmäßige Bewegung trägt nachweislich dazu bei, dass sich Kinder in der Schule besser konzentrieren können. Bei Beat the Street haben wir 6.000 Kinder und ihre Eltern spielerisch zu mehr Bewegung motiviert.“

Smarte Stadt der Zukunft erleben

Julia Girardi-Hoog, Programmleiterin des unter der Schirmherschaft von Stadtrat Michale Ludwig stehenden EU-Projekts „Smarter Together“ meint: „Beat the Street funktioniert auf Bezirksebene und setzt damit genau da an, wo es sinnvoll ist - und das in spielerischer Form. Damit erleben die Schulkinder auch, wie sie mit nachhaltiger Mobilität aktiv die Stadt ihrer Zukunft mitgestalten können. Und das ist ganz im Sinne des Projekts Smarter Together.“

Beat the Street

Beat the Street wurde von der Mobilitätsagentur initiierte, vom Wiener Stadtschulrat, dem EU Projekt "Smarter Together" und der Österreichischen Diabetes Gesellschaft unterstützt sowie aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.
Alle Details hier.
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