24.11.2017, 13:53 Uhr

Simmeringer fordern: "Rettet unsere Buslinie 71A"

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Die Bewohner des Grätzels um die Dreherstraße fordern, dass die Buslinie weiter über den Münnichplatz fährt.

Münnichplatz: Anrainer sind gegen die neue Route des geplanten 71B. Sie fordern Haltestellen am Münnichplatz und in der Dreherstraße.

SIMMERING. Mit 1. Jänner 2018 wird die Buslinie 71A aufgeteilt. Während der 71A vom Zentralfriedhof direkt nach Schwechat fährt, nimmt der 71B eine Route durch Simmering hin zum Bahnhof Kaiserebersdorf und dem Industriegebiet im Bereich der Sofie-Lazarsfeld-Straße.

Dabei wird der 71B über die Etrichstraße geführt. Der Münnichplatz und die Dreherstraße werden nicht mehr angefahren. Die Auslastung sei zu gering, heißt es von den Wiener Linien. Auch würden noch der 76B, 79A und der 79B den Ortskern anfahren.

15 Minuten Fußweg

Genau diese Routenführung provoziert einen Protest in Kaiserebersdorf: "Wir fahren gerne mit den Öffis, aber wir haben jetzt ein Problem, zu den Öffis zu kommen", so Walter Riedl. "Ich bin schon 85, meine Gattin 80. Wir können so weite Wege kaum zu Fuß zurücklegen." Bis zur nächsten Station brauche er nun eine Viertelstunde zu Fuß.

"Wir sind nicht alleine, das ganze Grätzel ist in heller Aufruhr", so seine Frau, Friederike Riedl. Innerhalb weniger Tage hat sich ein rundes Dutzend Anrainer gefunden, das gegen die neue Linienführung ist.

Etrichstraße: Bus und Bim

"Ich verstehe nicht, warum der Bus durch die Etrichstraße geführt wird, wo sowieso die 6er Bim fährt", so Christine Scheibl. Ähnlich argumentiert auch Silvia Beck, Direktorin der Volksschule am Münnichplatz. "Man könnte den Bus ja über den Münnichplatz und die Dreherstraße fahren lassen. Bei der Sängergasse könnte er dann ja zur Etrichstraße kommen", schlägt sie einen Kompromiss vor.

Ihre Schulkinder und zwei Helferinnen, die täglich Schüler mit dem Bus abholen müssen, wären besonders schlimm von der geplanten Umstellung betroffen.

Unterschriftenaktion startet

Auch der Pfarrkindergarten ist entsetzt, so Bezirksrat Leopold Prochazka. Die regelmäßigen Ausflüge nach Schwechat wären so kaum mehr durchzuführen. "Das Ortszentrum wird dadurch stark getroffen", ärgert sich der Bezirkspolitiker.

Er unterstützt auch die Unterschriftenaktion, die in der Pfarre gestartet wird. Infos gibt es in der Pfarre und unter leo.prosimmering@gmail.com

Lösung gesucht

"Wir sind bereits auf Lösungssuche", heißt es von Alfred Krenek (FPÖ), dem Vorsitzenden der Verkehrskommission auf bz-Anfrage. Bleibt zu hoffen, dass noch heuer ein Kompromiss gefunden wird.
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Kurt Schierer aus Simmering | 25.11.2017 | 17:59   Melden
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Brenda Annerl aus Simmering | 27.11.2017 | 09:35   Melden
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karl bauer aus Korneuburg | 29.11.2017 | 13:11   Melden
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Thomas Kreiner aus Simmering | 05.12.2017 | 14:48   Melden
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