12.11.2016, 08:38 Uhr

Radfahren gegen die Einbahn!?

Keine gute Idee
Wien: Meidlgasse | Am 24. September 2014 stellten die damaligen Grünen Mandatare Willy Duschka, Maham Akhtar und Mag. Herbert Anreiter einen Antrag auf „Ermöglichung des Radfahrens gegen die Einbahn in der Meidl-, Nemeth- und Luzegasse“. Dabei kam es zu hitzigen Wortmeldungen der Freiheitlichen während der Bezirksvertretungssitzung. So war und ist es unsere Meinung und unser Bestreben, kein Radfahren gegen die Einbahn zu befürworten, schon gar nicht, wenn im betreffenden Bereich ein Autobus verkehrt oder/und der Fahrbahnquerschnitt nicht ausreichend breit ist. Nicht nur, dass beides auf die Meidl- und Nemethgasse zutrifft, fährt der 73A in diesem Bereich mit Gelenksbussen.

Ein Wahnsinn in diesem Bereich gegen die Einbahn fahren zu lassen.

Am 18.11.2014 wurde in der Simmeringer Verkehrskommission der Antrag der Grünen auf „ÜBERPRÜFUNG“ der Verkehrssituation abgeändert. DIESER ÜBERPFÜFUNG stimmten wir Freiheitlichen zu, jedoch nicht für die definitive Umsetzung des Radverkehrs gegen die Einbahn. Seit Montag, den 07.11.2016, zwei Jahre nach Einbringen der Überprüfung, stehen wir vor vollendeten Tatsachen: es wurde begonnen, Bodenmarkierungen aufzutragen und auch Verkehrsschilder wurden bereits montiert, die das Radfahren gegen die Einbahn gestatten. Für mich als Vorsitzenden der Simmeringer Verkehrskommission ist dies eine unverantwortliche Aktion seitens der Magistrate und vor allem schleierhaft, wie man eine derart fahrlässige Entscheidung treffen kann. Als ich beobachtete, wie sich der Gelenksbus des 73A über die Bodenmarkierungen des Radfahrstreifens bewegte und wie unzureichend der Auslenkungsbereich ist, wurde mir Angst und Bang.

Kein Radfahren gegen die Einbahn, wenn ein Linienbus verkehrt.

Wenn der betreffende Bus rechts in die Nemethgasse einbiegt, benötigt er den gesamten Radius und schert somit in den Radfahrstreifen aus. Diese Aktion ist einfach unverantwortlich und ich warne vor Zusammenstößen mit dem Radverkehr in diesem Bereich. Es hat den Anschein, als ob so manche Politikerin des Rathauses nur einfach wieder stolz einige Meter Radweg ausweisen möchte, geht aber damit ein unverantwortliches Verkehrssicherheitsrisiko ein. Hinzufügen möchte ich, dass wir gegen die Luzegasse keinen Einwand haben. Jedoch wo ein Linienbus verkehrt ist die Gefahr einer Kollision mit Personenschaden zu hoch.



Alfred Krenek (FPÖ)
Vorsitzender der Verkehrskommission
Simmering
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Renate Blatterer aus Favoriten | 12.11.2016 | 18:23   Melden
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Willy Duschka aus Simmering | 20.11.2016 | 14:54   Melden
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