23.01.2018, 23:13 Uhr

Gedenken an Ernst "Ossi" Ocwirk

Wien: Zentralfriedhof |

38. Todestag von Weltfußballer und Trainer Ernst Ocwirk, Wiener FC Köln Fanclub gedenkt mit einer kleinen Abordnung am Grab am Wiener Zentralfriedhof.

SIMMERING.Am 23. Jänner 2018 jährte sich der Todestag von Ernst Ocwirk zum 38. Male. Dies nahm der Wiener 1. FC Köln Fanclub „COLONIA VINDOBONA“ zum Anlass, mit einer kleinen Abordnung an seinem Grab zu gedenken. „Ossi“, wie Ocwirk liebevoll genannt wurde, war in der Saison 1970/71 der erste österreichische Trainer und der erste Österreicher überhaupt beim 1. FC Köln. Einzig Ferdl Swatosch trainierte schon in den 1920er Jahren die SpVgg Sülz 07 und 1952/53 noch einmal die Fortuna Köln. Auf Empfehlung des wechselwilligen Thomas Parits an Oskar Maaß wurden die Kölner 1970 auf Ocwirk aufmerksam und so wechselten schließlich zwei Österreicher von der Donau an den Rhein. Als Trainer legte Ernst Ocwirk sehr viel Wert auf Disziplin, Harmonie und Teamwork, seine Zeit in Köln währte jedoch nur eine Saison, da er sich unter anderem mit einigen der Spielerstars wie Overath und dem Präsidium überwarf. Auch das verlorene Pokalfinale der Saison 1969/70 dürfte wohl nachgewirkt haben. Nach anfänglichen Erfolgen in der Spielzeit 70/71 machte sich zusätzlich die verletzungsbedingt dünne Personallage bemerkbar. Die Saison schloss der FC zwar mit einem enttäuschenden 11. Platz ab, allerdings gelang erneut der Einzug ins Pokalfinale, wo sich die Geißböcke nach Verlängerung dem FC Bayern München mit 1:2 geschlagen geben mussten. Der obendrein heimwehgeplagte „charmante Wiener“ verließ den FC folglich zum Saisonende.

Vielfach ausgezeichneter Spieler und Trainer

Ernst Ocwirk war als Spieler in Österreich fünffacher Meister, dreifacher Pokalsieger und errang bei der Weltmeisterschaft 1954 mit dem Nationalteam den 3. Platz. Als Trainer war er mit der Austria Wien zweifacher österreichischer Meister und einmal Pokalsieger. Er war Sportler des Jahres 1951, in den Jahren 1953 und 1955 wurde er zum Kapitän der Fifa-Weltauswahl ernannt. Posthum wurde Ocwirk zusätzlich in die Austria-Wien-Elf und die Österreich-Elf des Jahrhunderts aufgenommen. Er begann seine Fußballlaufbahn 1938 in der Jugendabteilung des FC Stadlau und kam über den Floridsdorfer AC zur Austria Wien. Von 1956 bis 1961 spielte er bei Sampdoria Genua und beendete seine aktive Zeit nach der Saison 1961/62 bei der Austria Wien. Zwischen 1945 und 1962 gehörte er ebenfalls zum Kader des Nationalteams. Nach seiner aktiven Zeit trainierte er die Wiener Austria und Genua, nach seiner Kölner Zeit war er noch Trainer des FC Admira Wacker. Ernst Ocwirk starb nach langer Krankheit am 23. Januar 1980 im Alter von nur 53 Jahren. Sein ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof, die Ocwirkgasse im 21. Wiener Gemeindebezirk ist seit dem Jahr 1982 nach ihm benannt.
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