Das Schneeglöckchen - Ein Bote des Frühlings

Das Schneeglöckchen

Wenn das Schneeglöckchen blüht, dann ist es endlich soweit: Der Frühling ist da!

Ursprünglich kommt das Schneeglöckchen aus dem Kaukasus. In ganz Südosteuropa ist es beheimatet. Wildwachsend ist das Schneeglöckchen sehr selten geworden. Teilweise ist es geschützt und darf nicht gepflückt oder gesammelt werden, so zum Beispiel in Deutschland. Schneeglöckchen sind Zwiebelblumen, sie wachsen also aus Zwiebelknollen. Ab Februar, wenn der Frost nachlässt und es wärmer wird, beginnen sie zu treiben und zu wachsen. Die jungen Triebe produzieren etwas Wärme, damit können sie unmittelbar um sich herum sogar den Schnee schmelzen. Nur wenige Tage nach dem Erscheinen an der erdoberfläche beginnen Schneeglöckchen zu blühen.

Die Blüten des Schneeglöckchens sind weiss und hängen, nach unten blickend, am Stängel, was ihnen auch den Namenszusatz ''Glöckchen'' bringt. Nach dem Verblühen bilden sich samen in kleinen Kapseln. Diese werden gerne von Ameisen verbreitet. Es gibt mehrere Arten von Schneeglöckchen. Die verbreiteste Art ist Galanthus nivalis.

Steckbrief:

Lateinischer Name: Galanthus nivalis

Pflanzenfamilie: Amaryllisgewächse = Amaryllidaceae

Volkstümliche Namen: Hübsches Februar-Mädchen, Kleines Schneeglöckchen, Lichtmessglöckchen, Lichtmessglocken, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Weiße Jungfrau.

Heilwirkungen:

Alzheimer,

Gedächtnisstörungen,

Kinderlähmung,

Menstruations fördernd,

Myasthenie (Muskelschwäche),

Nervenschmerzen,

Trigeminus Neuralgie

Inhaltsstoffe: Galantamin, Lycorin

Das Schneeglöckchen als Heilpflanze:

Als Heilpflanze ist das Schneeglöckchen weitgehend unbekannt. Nur im Kaukasus, der Heimat des Schneeglöckchens, wird es in der Volksheilkunde schon lange als Heilpflanze verwendet. Mit einem Tee aus den Zwiebeln werden Kinder behandelt, die unter Kinderlähmung leiden. Ältere Menschen essen die Zwiebeln. Dies soll gegen Altererscheinungen und Gedächtnisschwäche helfen.

Vor allem wird das Schneeglöckchen aber gegen Alzheimer eingesetzt. Der Wirkstoff Galantamin ist in der Lage, die Folgen von Alzheimer deutlich zu lindern, wenn auch die Grunderkrankung nicht zu heilen ist. Die natürlichen Vorkommen an Schneeglöckchen reichen aber bei Weitem nicht aus, um die große Anzahl der weltweit an Alzheimer erkrankten Menschen zu behandeln. Es wurde lange geforscht, bis es endlich gelang das Galantamin synthetisch herzustellen. Mittlerweile gibt es pharmazeutische Mittel, die das künstliche Galantamin enthalten und zur Linderung der Alzheimer-Symptome eingesetzt werden. Ich selbst halte aber nicht viel von künstlich oder chemisch hergestellten Medikamenten.

Das Schneeglöckchen hilft außerdem gegen neuralgische Schmerzen. Da das Schneeglöckchen leicht giftig ist, sollte es nur in geringen Mengen verwendet und angewendet werden.

Frage Deinen Arzt oder Apotheker
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.
Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.

© Philipp Belschner 2014

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen