120 Jahre: Der Alpenverein Spittal feiert

Die Goldeckhütte im Jahr 1888: Am 24. Juni feiert man mit einem Frühschoppen das Jubiläum
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SPITTAL (ven). Die Alpenvereinssektion Spittal blickt auf eine 120-jährige Geschichte zurück. Zur Feier des Tages lädt man am 22. Juni daher Extrembergsteiger Peter Habeler, der gemeinsam mit Reinhold Messner als erster Mensch den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff bestieg. Am 24. Juni feiert die Goldeckhütte ihr 130-jähriges Bestehen.

Berheimat entdecken

"Ab dem frühen 19. Jahrhundert entdecken die Menschen die eigene Bergheimat, 1862 wurde der Österreichische Alpenverein gegründet", so Vorsitzender Arnold Riebenbauer. Er ist der weltweit älteste für Frauen und Männer gleichermaßen offene alpine Verein. Das Ziel: Zusammen mit dem Deutschen Alpenverein die Ostalpen durch Bau von Schutzhütten und verbindendem Wegenetz sanft erschließen.

Als Ortsgruppe begonnen

1888 gründete man die Ortsgruppe Spittal - als Teil der Sektion Villach und man baute die Goldeckhütte. 1898 wurde schließlich die Sektion Spittal/Drau gegründet. Initiatoren waren unter anderem der K.k. Bezirkshauptmann, Mühlenbesitzer, Apotheker und Vicedom. "Ein den damaligen Verhältnissen entsprechender bürgerlicher Verein", so Riebenbauer.
Bis 1914 zählte er circa 100 Mitglieder, man errichtete auch die Salzkofelhütte. 1918 kauft Albert Wirth für 10.000 Kronen den Großglockner für den Alpenverein, das entsprach einem Wert von 100 Arbeiter-Monatsgehältern. 1922 sind das aufgrund der starken Inflation schon nur mehr zwei Arbeiter-Stundenlöhne. 1925 wird daraus ein Schilling der neuen Währung. Dies hatte zur Folge, dass alle früheren Mäzene des Vereines verarmten. 

Juden ausgeschlossen

1924 werden die Juden aufgrund des Arier-Paragrafen aus dem Verein ausgeschlossen, 1938 folgt der Anschluss. Der Alpenverein wird zwangsweise in den "Reichsbund für Leibesübungen" eingegliedert und steht unter NSDAP-Kontrolle. Das Innenministerium verbietet von 1945 bis 1948 den Alpenverein, der er der NSDAP nahe stehend sei. Erst ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes sichert den Bestand und die Eigentumsrechte des Alpenvereines wieder.

Am Weg zum Volksverein

Seit 1945 war der Verein auf dem Weg zum Volksverein - politisch unabhängig. Seit damals baute man viele Wege und Hütten aus, setzte Schwerpunkte in Jugendarbeit, Ausbildung, Kulturprogramme. Derzeit gibt es im Bezirk acht Ortsgruppen, Millstatt und Greifenburg haben sich zu eigenen Sektionen entwickelt. Arnold Riebenbauer leitet seit 1995 die Spittaler Geschicke.
Auch zahlreiche Naturschutz-Initiativen gehen auf das Konto des Alpenvereines. 

Mitgliederzahlen gestiegen

Die Zahl der Mitglieder hat sich vervielfacht, mittlerweile sind es 4.100. Die beiden Tochtersektionen haben weitere 1.600 Mitglieder. Die neun Sektionen des Bezirks Spittal zählen 9.150 Mitglieder. 

Zur Sache:

Am 22. Juni um 19.30 Uhr findet im Festsaal der Stadt Spittal ein Festabend mit einer Multivisionsschau mit Extrembergsteiger Peter Habeler mit dem Titel " Das Ziel ist der Gipfel" statt. Musik von den Joy Beans (VVK: 10 Euro, AK 12 Euro; Karten Volksbank Spittal, AV-Kanzlei in der Brückenstraße 6)

Anlässlich 130 Jahre Goldeckhütte findet am Sonntag, 24. Juni mit Beginn um 11 Uhr ein Frühschoppen mit musikalischer Begleitung auf der Goldeckhütte statt.

Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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