40 Jahre im Dienst der sozialen Hilfe

Das Marienheim ist heute ein Vorzeigehaus des Sozialhilfeverbandes
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BEZIRK (ven). Der Sozialhilfeverband (SHV) ist 40 Jahre alt. Grund genug für die WOCHE, sich mit dessen Geschäftsstellenleiter Thomas Schell über die Geschichte und Ziele zu sprechen.

Bezirksweite Steuerung

"Der Sozialhilfeverband wurde 1975 aufgrund des Kärntner Sozialhilfegesetzes (heute Mindestsicherungsgesetz) als eigenständige juristische Person gegründet", so Schell. Eigentümer sind alle 33 Gemeinden des Bezirkes, vertreten im Verbandsrat durch den jeweiligen Bürgermeister. "Die Notwendigkeit bestand einer einer übergeordneten bezirksweiten Steuerung der Errichtung und des Betreibens von Altenwohn- und Pflegeheimen", ergänzt er.

252 Mitarbeiter

Der Grundstein wurde bereits 1952 von der Vorgängerorganisation, dem Bezirksfürsorgeverband, mit dem Kauf des Sanatoriums Marienheim und dessen Adaptierung zum Altenheim gelegt. Seit 1958 ist das Haus Peinten in Betrieb. Die Finanzierung besteht aus Heimosten(anteilen) und Pflegegeldern von Heimbewohnern, den Rest übernimmt das Land. "252 sehr engagierte Damen und Herren sind bei uns im Einsatz, wir haben auch bis zu acht Zivildiener", so Schell, der die Geschicke seit August 1999 leitet. Als Geschäftsführer ist Bezirkshauptmann Klaus Brandner bestellt.

Sechs Häuser

Die vielen Mitarbeiter sind auch notwendig, um die Standorte in Betrieb zu halten, das wären die Häuser Marienheim, Peinten, Albertini und das Tageszentrum Marienheim, sowie die Häuser Gmünd, Laurentius, Steinfeld. "Des Weiteren betreiben wir in Gmünd für alle Häuser eine eigene Zentralwäscherei und in der Spittaler Gmündner Straße eine Zentralküche für unsere ortsansässigen Häuser."

Mehr Pflege nötig

Natürlich hat der SHV auch mit Herausforderungen zu kämpfen. "Diese liegen in der zunehmenden Pflegeintensität und der Kurzfristigkeit der Aufenthalte." Weitere Faktoren seien das vermehrte Auftreten von Demenz und psychiatrischen Erkrankungen im Alter. "Außerdem werden immer höhere Anforderungen an die Berufsgruppe Pflege bei gleichbleibendem Personalschlüssel gestellt. Wir haben auch mit Personalknappheit im Bereich der diplomierten Fachkräfte zu kämpfen", resümmiert er. Seitens der Politik fordert Schell daher eine sinnvolle mittel- und langfristige Koordination aller Angebote im Pflegesektor. "Damit könnten Überangebote in der stationären Langzeitpflege verhindert werden." Derzeit stnden in Kärnten rund 400 Betten in Pflegeheimen frei und trotzdem wurden in den letzten Jahren immer wieder neue Standorte errichtet. "Ich fordere auch eine Anpassung des Pflegeschlüssels an die aktuellen Gegebenheiten."

Qualität verbessern

Schell will die Qualität des SHV-Angebotes in Zukunft bestmöglich aufrecht erhalten und verbessern. "Dazu schulen wir immer wieder unser Personal, um den Herausforderungen der Altenpflege gewachsen zu sein." Die Qualitätsentwicklung werde derzeit auch durch die Einführung der E-Qualin Qualitätsoffensive gestärkt.

Zur Sache:

Sozialhilfeverband Spittal
Häuser: Haus Marienheim, Haus Peinten, Haus Albertini, Tageszentrum Marienheim, Haus Gmünd, Haus Stl. Laurentius, Haus Steinfeld
Gegründet: 1975
Geschäftsführer: Klaus Brandner
Geschäftsstellenleiter: Thomas Schell
Vorstand: Gottfried Mandler (Irschen; Vorsitzender), Wolfgang Klinar (Seeboden; stv. Vorsitzender), Marika Lagger-Pöllinger (Lendorf), Johann Thaler (Winklern), Lorenz Podesser (Pusarnitz), Claus Faller (Gmünd), Georg Stocker (Steinfeld)
Betreute Senioren: 366
Mitarbeiter: 253
Jahresbudget: Rund 13,5 Millionen Euro
Frauenanteil im Unternehmen: 92 Prozent
Zentralwäscherei: 170.000 Kilogramm unreine Wäsche

Thomas Schell

Geburtstag: 9. September 1968
Familie: Verheiratet, drei Kinder
Wohnort: Seeboden
Verantwortlich für: operatives Management, Heimleiter vom Seniorenhaus Albertini
Hobbys: Familie, Pfadfinder, Bergwandern/-steigen, Skifahren, Skitouren
Motto: Treffe Entscheidungen, die Leben, Intelligenz und Freiheit steigern
Vorbilder: zB Robert Baden-Powell (Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung)

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