Abenteuer Klettersteig statt Wandern

Bergführer Rudi Preimel auf der "Brücke" zwischen zwei Felsen
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  • Bergführer Rudi Preimel auf der "Brücke" zwischen zwei Felsen
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KOLBNITZ. Wohin jetzt mit dem linken Fuß? Ist der Spalt nicht viel zu breit? Bietet die steile Felswand überhaupt Halt? Fragen über Fragen, die einem ungeübten und nicht durchtrainierten Anfänger wie dem WOCHE-Mitarbeiter im Klettergarten durch den Kopf schießen. Im Selbstversuch will ich erkunden, wie so eine abenteuerliche Alternative zum herkömmlichen Wandern aussieht.

Rudi Preimel hilft

Ja, irgendwie findet sich immer eine Antwort, komme ich schweißgebadet über die Runden - nicht zuletzt auch Dank des Bergführers Rudi Preimel, der - wenn's nicht mehr anders geht - mich zugegebenermaßen am Schlafittchen, sprich: am Gurt packt. An ihm sind zwei Nabelschnüren gleich die beiden Leinen angebracht, die mich per Karabinerhaken mit dem fixen Stahlseil im Fels verbinden und, im wahren Sinne des Wortes, im Falle eines Falls, retten...Wichtige Tipps: Immer nur auf den Stein steigen, nie auf rutschige Flechten oder gar Sand. Immer den Rücken durchstrecken. Nie beide Karabinerhaken gleichzeitig neu fixieren.

Mittelschwerer Klettersteig Danielsberg

Wir befinden uns im Klettersteig Danielsberg bei Kolbnitz inmitten des Mölltals. Auf einer Länge von 450 Metern wird in gut 600 Meter Höhe allein die mittelschwere Strecke der Kategorie C und D gemeistert. Doch Rudi Preimel, der den Steg im Namen der Alpenvereinssektion Spittal eingerichtet hat und allein für die Kontrolle und Wartung verantwortlich ist, warnt: "Ohne Ausbildung wird das Unternehmen sehr gefährlich." Ich hatte Glück, mit dem 1961 in Kolbnitz geborenen Bergfex in der Wand zu sein. Denn der Ausbildungsleiter für die Bergrettung in Kärnten und Schilehrer, der er auch noch ist, brach wenige Tage nach unserem Abenteuer für eine mehrwöchige Trekkingtour mit Kärntner nach Bolivien und Peru auf.

Nur nackter Fels

Zufällig mitgekommen ist die Wienerin Karin Placek, die im Rahmen ihrer Alpe-Adria-Trail-Tour froh über diese nervenkitzelnde Abwechslung ist, wie sie sagt. Unterwegs treffen wir noch eine Familie aus dem ostfriesischen Oldenburg, die bereits das dritte Mal den Fels des Danielsbergs bezwingt. "Es kommen Einheimische wie Urlauber", berichtet Rudi Preimel. Sie schätzen es, dass es kaum Steigbügel gibt, sondern nur der nackte Fels vorhanden ist.

Keine Nutzungsgebühr

Ein großer Vorteil der Klettergartens ist: Der "Eintritt" ist kostenlos. Voraussetzung ist, abgesehen von Erfahrung, Schwindelfreiheit und keiner Höhenangst, lediglich die Sicherheitsausrüstung. Den Hüftgurt und Kletterhelm leiht Hannes Viehhauser vom "Herkuleshof" aus, Ausgangspunkt zum 15 Gehminuten entfernten Klettersteig. Und Ausruhstation danach - einschließlich Übernachtungsmöglichkeit.

(Noch) Anspruchsvoller: Klettergarten

Eine zweite, ungleich anspruchsvollere Herausforderung stellt der Klettergarten unterhalb des Klettersteiges dar. Er besteht aus 30 Kletterrouten mit mit eingebohrten Sicherungshaken an den senkrechten Felswänden. Sie weisen die Schwierigkeitgrate von 4+ bis 9 (maximal sind 11 bis 12 möglich). Hier sind 60 Höhenmeter zu bewältigen.

Geöffnet haben Klettersteig und -garten von März bis Oktober.

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