Alpines Camping wird salonfähig

Anton und Christine Glantschnig: Cousins und bald Geschäftspartner
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MALLNITZ (ven). Anton Glantschnig und seine Cousine Christine Glantschnig nutzen die Grundstücke in Familienbesitz und wollen darauf das "Alpincamping Mallnitz" errichten. 

Mehr aus Hügel machen

"Die Idee kam uns 2016, nachdem der Skilift abgerissen wurde, wollten wir den Hügel für Kinder auch wieder beleben", so Anton Glantschnig im WOCHE-Gespräch. So entstand die Idee, aus dem sogenannten "Paßhuberbichl" einen Spiel- und Spaßhügel zu machen. Nachdem aber der Bereich Camping extreme Zuwächse verzeichnet, überlegte sich die Familie, vielleicht auch mehr daraus zu machen. "Die Gemeinde hat den alten Fußballplatz vor 25 Jahren angekauft und wollte einen Investor finden", erklärt Glantschnig, der auch Vizebürgermeister ist. 

Stellplätze und Mobile Homes

Nun entstand das Projekt rund ums alpine Camping. In einem ersten Bauabschnitt sollen 60 Stellplätze und fünf bis zehn Mobile Homes entstehen, in einem zweiten Teil 30 weitere Stellplätze mit eigenem Sanitärgebäude. Am Berg sollen parallel 20 Bergchalets in Größen von 35 bis 100 Quadratmetern entstehen. "Glamping" - also glamouröseres Camping - nennen die Glantschnigs ihr Vorhaben. Auch eine Sauna- und Wellnesshütte ist hier geplant.
"Wir wollen uns von anderen abheben und die Saison verlängern", so Christine Glantschnig. "Der Campingplatz ist auf Sommer- und Winterbetrieb ausgerichtet, die Langlaufloipe und der Winterwanderweg gehen durch das Gelände, das insgesamt rund 6,5 Hektar groß ist", so der Visionär.

Investmentmodell

Die Investitionssumme ohne Chalets und Beschneiungsanlage sowie Speicherteich für den Hügel beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro, inklusive Förderungen. Von der LAG Großglockner sollen 75.000 Euro fließen. "Die ersten zehn Chalets laufen als Investmentmodell." Sechs bis acht Arbeitsplätze sollen dabei entstehen. 

45.000 Nächtigungen

Die Familie hofft, dass die nötigen Widmungen bis zum Frühjahr 2018 durch sind, im Frühling/Sommer soll der Bau starten, ein Jahr drauf rechnet man mit der Inbetriebnahme der Anlage. Im Endausbau kalkulieren die Glantschnigs mit 40.000 bis 45.000 Nächtigungen im Jahr. Jeder Stellplatz ist mit entsprechender Infrastruktur (Zu- und Abwasser, Strom, TV, Wlan) ausgestattet, eventuell wird es auch versperrbare Mietbadezimmer geben. Jedenfalls soll der Waldcharakter am Gelände mit vielen Bäumen erhalten bleiben.

Impuls für Ort

"Wir setzen auch auf Kooperation mit ortsansässigen Betrieben wie das Hallenbad und den Restaurants, die dann ja auch profitieren", erklären die beiden. 
Weitere Maßnahmen, die vom Tourismusverband und der Gemeinde finanziert werden, wären die Beschneiungsanlage mit Speicherteich für den Hügel sowie die Erweiterung der Langlaufloipe auf zehn Kilometer, ein Kinderlift, eine Rodelbahn und die Errichtung eines Kleinfeld-Fußballplatzes mit Clubhaus. 

Anton und Christine Glantschnig: Cousins und bald Geschäftspartner
So soll das Gelände schlussendlich aussehen

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