Tag gegen Lärm
Asfinag investiert in Lärmschutz auf der A10

Die Asfinag tauscht die Kassetten im Bereich Molzbichl aus, rund sechs Millionen Euro werden entlang der A10 Tauernautobahn investiert (Symbolbild)
  • Die Asfinag tauscht die Kassetten im Bereich Molzbichl aus, rund sechs Millionen Euro werden entlang der A10 Tauernautobahn investiert (Symbolbild)
  • Foto: Krug
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

BEZIRK SPITTAL (ven). Am 24. April begeht man den Internationalen Tag gegen Lärm. Die WOCHE fragte bei der Asfinag nach, was denn in Sachen Lärmschutz entlang unserer Autobahn passiert.

Info-Veranstaltung

Das Thema Lärm ist ein heißes, angesichts des geplanten Asfinag-Rastplatzes in Seeboden und die Bürgerinitiative, die entschieden dagegen auftritt. Sie befürchtet eine untragbare Zunahme von Lärm und Abgase für die Klimaschutzgemeinde. Am 25. April findet dazu ein von der Asfinag organisierter Informationsabend im Kulturhaus (19 Uhr) statt.

Kassettentausch entlang der A10

Dabei ist die Asfinag in Sachen Lärmschutz nicht untätig. "Im Bereich Molzbichl findet derzeit ein Kassettentausch statt. Eine Erweiterung der bestehenden Maßnahmen wäre unter Einhaltung der geltenden Regeln und Richtlinien nur durch eine Mitfinanzierung von Dritten möglich gewesen, die Stadt Spittal hat aber dazu eine Absage erteilt", so Pressesprecher Walter Mocnik zur WOCHE.
Grundsätzlich werden derzeit und in den kommenden Jahren in Kärnten alle alten Holzkassetten ausgetauscht. "Die erste Tranche hat ein Ausmaß von 24.000 Quadratmetern, der Großteil entfällt auf den Bereich der A10 Tauernautobahn." Sechs Millionen Euro nimmt die Asfinag dazu in die Hand.

Holzbeton am besten

Jährlich investiert der Autobahnerhalter zwischen zehn und 20 Millionen Euro in Lärmschutzmaßnahmen. "Die alten Lärmschutzwände sind meist aus Holz, es gibt welche aus Aluminium, wobei am besten aber Holzbetonelemente geeignet sind."

Lärm ist individuell

Doch ab wann spricht man eigentlich von Lärm? "Schwierige Frage. Lärm wird individuell ganz unterschiedlich wahrgenommen, es hängt auch von der Art des Geräusches und der persönlichen Verfassung ab." Die Grenzwerte liegen derzeit bei rund 50 Dezibel - aber auch das ist nicht für jeden automatisch auch Lärm. "Für uns sind die gesetzlichen Grenzwerte natürlich die Basis für alle Maßnahmen."

Betroffenheit versus Fakten

Insgesamt wolle man Anrainer so gut wie möglich vor Verkehrslärm schützen. "Künftig können wir das auch besser, weil die rechtliche Grundlage adaptiert wurde. Es ist also mehr Lärmschutz möglich, aber eben auch nicht überall." Die Gründe dafür sind wirtschaftliche Vertretbarkeit oder auch weil es physikalisch oder technisch nicht sinnvoll wäre. "Wie wir oft erleben, ist es ein schwieriges Thema, bei dem persönliche Betroffenheit auch oft vor Logik oder Fakten steht", so Mocnik.

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