Bello & Co.: Die richtige Pflege im Winter

WOCHE-Redaktionshund Sammy und Karmen Altersberger zeigen richtige Fellpflege für den Winter
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SPITTAL (ven). Pfützen, Schneematsch, Salz und Splitt auf den Straßen, Schnee von oben: Gerade im Winter ist es wichtig, Fell und Pfoten unserer vierbeinigen Lieblinge zu pflegen und vor Wettereinflüssen zu schützen.

Pflege das ganze Jahr

Die gebürtige Slowenin Karmen Altersberger ist seit 17 Jahren in Kärnten, nun hat sie sich vor kurzem entschlossen, in Spittal einen eigenen Hundesalon zu eröffnen. Sie gibt Tipps für die richtige Fellpflege. "Die heutigen Hunderassen wurden von Menschenhand gezüchtet, wodurch sie andere Pflegebedürfnisse als früher haben. Das Tier sollte das ganze Jahr über regelmäßig gepflegt werden", so Altersberger.

Haut muss atmen können

Welche Pflege ein Hund braucht, hängt von Rasse, Fellstruktur, Alter sowie den Lebensumständen ab. Ein Pflegedefizit könne auch langfristig der Gesundheit des Tieres schaden. Zu den Folgen gehören Zahnstein, Nagelbettentzündungen bei überlangen Krallen, Parasitenbefall bei ungepflegtem verfilztem Fell und vieles mehr. "Das Fell muss luftig und locker sein, damit die Haut atmen kann und keine Hautirritationen auftreten können. Aber auch Augen, Ohren, Intimbereich, Zähne, Pfoten und Krallen müssen gepflegt werden."

Oft bürsten

Speziell im Winter sollten Hunde mit längeren Haaren an Bauch, Brust sowie an den Füßen und Pfoten kurz geschnitten werden. "Hunderassen mit langem, kurzem sowie Trimmfell sollten Sie oft und regelmäßig bürsten, bis die alte Unterwolle abfällt, denn die alten Haare sterben langsam ab, während neue Haare schneller nachwachsen", erklärt die Hundefriseurin.
Durch Bürsten werden Verfilzungen des Fells vorgebeugt oder herausgebürstet, Kreislauf und Durchblutung werden angeregt, schützendes Fett wird produziert und der Haarausfall wird minimiert. "Zur Freude des Besitzers, wenn die Haare nicht mehr überall in der Wohnung, auf den Kleidern und im Auto verteilt sind. Außerdem wird die Bindung zwischen Hund und Besitzer gestärkt." Erst nach dem Bürsten sollte das Tier gebadet werden, sonst werden die Verfilzungen immer mehr. 

Haare zwischen den Ballen

Die Pfoten der Hunde im Winter sind sehr empfindlich und leiden unter dem Streusalz auf den Straßen. Die Haare zwischen den Zehen und Ballen sollten also rasiert werden, damit sie besser zu reinigen sind. Verfilzungen zwischen den Ballen verursachen Schmerzen, außerdem wird die Funktion der Schweißdrüsen beeinträchtigt.
Im Winter sammeln sich dort oft Schnee und Eisklumpen, die sich dann festsetzen und die Fußballen verletzen oder durch Reibungen beim Laufen zu Entzündungen zwischen den Zehen führen.

Eincremen wichtig

"Das Eincremen mit einer Pfotensalbe vor dem Spaziergang ist notwendig, denn sie dient vorbeugend gegen Risse und bietet einen optimalen Schutz vor Schmutz, Kälte, Nässe und gegen Streusalz. Wenn die Pfotenballen beispielweise durch Splittkörner verletzt wurden, schmerzt das Salz von der Straße in den kleinen Rissen auf der Pfote", erklärt Altersberger.
Hinzu kommt, dass die empfindlichen Ballen nach dem Spaziergang oft abgeleckt werden, was wiederum zu Magenproblemen führen kann. "Rückstände zu Hause einfach gründlich mit lauwarmen Wasser abspülen und gegebenenfalls ein Hundeshampoo verwenden. Weiters ist es auch wichtig, den Hund schon von klein auf an die Pflege in einem Hundesalon und das Bürsten zu gewöhnen, weshalb ich auch die Hundepflege bis zum ersten Lebensjahr gratis anbiete", sagt die Expertin. 

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