Lainacher Kirche
Der Heilige Silvester wird im Mölltal verehrt

Die Lainacher Kirche: Hier werden der Heilige Silvester und die Heilige Margarete verehrt
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LAINACH. Die kleine Kirche in Lainach ist zwei Heiligen geweiht. Einer davon ist der Heilige Silvester, ein Pabst, der am 31. Dezember 335 in Rom verstarb.

Gedenken am Todestag

Nach einer frühmittelalterlichen Legende soll Papst Silvester den kranken römischen Kaiser Konstantin den Großen vom Aussatz geheilt und getauft haben. Silvester war der erste heilige Papst, der nicht das Martyrium erlitt. Sein Gedenktag wird von der griechisch-orthodoxen Kirche und der bulgarisch-orthodoxen Kirche am 2. Januar, von der russisch-orthodoxen Kirche am 15. Januar und von der römisch-katholischen Kirche an seinem Todestag, dem 31. Dezember, gefeiert. Dieser Tag wird deshalb allgemein Silvester genannt. Sein Name bedeutet „der Waldmann“ (von lat. silva, „Wald“). Silvester ist Schutzpatron der Haustiere und wird um eine gute Futterernte und ein gutes neues Jahr angerufen.

Einzige Kultstätte in Kärnten

"Der Heilige Silvester, der übrigens in Bad Lainach die einzige Kultstätte in Kärnten besitzt, erfährt im Mölltal als Viehpatron schon lange eine besondere Verehrung, an der man auch noch heute festhält", so der Messner der Kirche Richard Dabernig. 
Die Überlieferung weiß zu berichten, dass vor vielen hundert Jahren im Mölltal die Schweinepest wütete. Um sie zu besiegen, nahm man zum Viehpatron St. Silvester Zuflucht und gelobte, ihm an seinem Festtag, dem 31. Dezember, bis zum Ende der Zeiten Schweinshaxen zu opfern. Die Schweinepest hat bis heute keine weiteren Opfer mehr gefordert.

Besonderer Festtag

"Der Silvestertag ist für Lainach ein besonderer Festtag. Nach dem Gottesdienst, der um neun Uhr beginnt, werden am Opferaltar vor der Kirche die Schweinshaxen versteigert. Weil die Gläubigen an diesem Festtag nicht kleinlich sind, wird immer eine schöne Geldsumme für die Erhaltung der Kirche erzielt", so Dabernig weiter. 
Die Lainacher Kirche war lange Zeit eine Filiale der Pfarre Stall im Mölltal, sie kam aber im Zuge der durch Kaiser Josef II. angeordneten Pfarrregulierung zur damals selbstständig gewordenen Pfarre Rangersdorf, die zuvor ebenfalls zur Pfarre Stall gehörte.

Wallfahrtskirche für die Staller

Die Inschrift im großen Deckenfresko mit der Darstellung von zwei Legenden des Heiligen Silvesters weist noch darauf hin, es stehen dort die Worte: "Heiliger Sylvester, nach Maria der Staller Tröster!" - Damit dürften die Bewohner von Stall gemeint sein, die ja damals die Filiale zu Lainach als ihre Wallfahrtskirche betrachteten und sie immer wieder aufsuchten, wenn sie eine Sorgenlast drückte, weiß Dabernig zu berichten.

Die Lainacher Kirche: Hier werden der Heilige Silvester und die Heilige Margarete verehrt
Pabst Silvester verstarb am 31. Dezember 335 in Rom
Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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